
Käsespätzle und Kirschtorte
Whisky & Essen
Herzhaft beginnt es bei den Maultaschen: schwäbische Teigtaschen mit Fleisch- und Kräuterfüllung, oft in klarer Brühe oder mit Röstzwiebeln geschmälzt. Dazu passt der finch Whisky gut, weil seine getreidige, leicht erdige Seite die herzhafte Füllung nicht überdeckt, sondern mitgeht. Wer mag, tunkt ein Stück Maultasche kurz in die Brühe zurück, bevor er zum Glas greift, damit beide Aromen sich noch einmal treffen.
Käsespätzle mit reichlich gebratenen Zwiebeln vertragen mehr Gewicht im Glas. Hier zeigt Glen Buchenbach aus dem Sherry- und Portweinfass seine Stärke: Die süße, dunkle Frucht kontert den Käse, ohne von den Zwiebeln erschlagen zu werden.
Am deutlichsten schließt sich der Kreis bei der Schwarzwälder Kirschtorte. Kirschwasser gehört traditionell in ihren Teig und ihre Füllung, dasselbe Obstbrand-Erbe, aus dem Brennereien wie Wild oder Brosamer einst kamen, bevor sie zum Whisky wechselten. Beide Brennereien kannten Kirschwasser lange, bevor sie überhaupt an Whisky dachten, und dieses Erbe schmeckt man bis heute mit. Ein Glas Blackforest Wild Whisky Sherry Cask neben einem Stück Torte holt diese Verbindung auf den Tisch zurück.
Wichtiger als die perfekte Kombination ist ohnehin die Reihenfolge: erst das Essen kosten, dann den Whisky, dann beides zusammen. So merkt man am eigenen Gaumen, was zueinander passt und was sich gegenseitig verdeckt.
Auch Schwarzwälder Schinken, roh und rauchig gereift, findet in der Region seinen Platz auf dem Brett neben dem Glas. Sein kräftiger Rauch- und Salzgeschmack braucht einen ebenso kräftigen Whisky dagegen, sonst verschwindet die Feinheit im Glas komplett hinter dem Schinken.