
Lachs trifft Rauch
Whisky & Essen
Am Teller trifft man auf das Meer und den Wald zugleich. Wilder Lachs, Dungeness-Krebs, Austern aus dem Puget Sound und Pilze aus dem Herbstwald prägen die Küche der Region.
Ein auf einem Zedernbrett gegarter Lachs bringt seinen eigenen Rauch vom glimmenden Holz mit. Er verträgt sich auffallend gut mit Westlands getorftem Solum. Beide Rauchtöne stammen aus derselben Landschaft, nur einer aus dem Moor und einer vom Holz.
Zu frischen Austern oder Dungeness-Krebs aus dem Puget Sound passt eher ein unrauchiger Single Malt wie der von Copperworks. Seine Süße und Getreidenote überdeckt das leicht salzige, süßliche Fleisch nicht.
Herbstliche Pilzgerichte, etwa mit den begehrten Pfifferlingen aus den Wäldern der Kaskaden, brauchen einen kräftigeren Begleiter. Sie harmonieren gut mit den erdigeren, würzigeren Noten von Westward. Dessen Bierhefe-Maische bringt selbst schon einen leicht getreidigen, fast pilzigen Unterton mit.
Auch die Haselnüsse aus dem Willamette Valley in Oregon finden ihren Weg in Desserts. Solche Desserts trinken sich gut zu einem Whiskey mit Karamell- und Vanillenoten.
Gemeinsam ist all diesen Kombinationen ein Prinzip. Man sucht keinen Kontrast, sondern eine Landschaft, die im Glas und auf dem Teller dieselbe Geschichte erzählt. Räucherlachs gehört seit Generationen zur Küche der Region und zeigt, wie natürlich Rauch und Fisch hier zusammengehören. Genau dieses Zusammenspiel macht Westlands rauchigen Solum zu einem naheliegenden Speisenbegleiter, egal ob der Lachs gegrillt oder geräuchert auf den Tisch kommt. Auch das gehört zur Grundregel dieser Küche: lokale Zutaten treffen hier auf lokalen Whiskey, fast immer ohne Umweg.