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Region & Geschichte in der Region Antwerpen & Kempen

Stadt, Kloster, Beginenhof

Region & Geschichte

Antwerpen und die Kempen im Norden Flanderns vereinen auf engem Raum, was Belgien beim Bier ausmacht: eine Stadtbrauerei mit eigenem Glas, ein Trappistenkloster, eine Familienbrauerei mit Weltmarke und eine Brauerei, die aus einem Beginenhof stammt.

Die Stadtbrauerei De Koninck braut seit 1833 in Haringrode, an der Grenze von Antwerpen und Berchem. Johannes Vervliet baute damals eine Taverne um, die zuvor Joseph Henricus De Koninck gehört hatte, und war mit dessen Witwe Elisabeth Cop verheiratet. Seit 2010 gehört die Brauerei zu Duvel Moortgat. Für September 2025 war angekündigt, dass das Brauen zunächst für etwa drei Jahre nach Breendonk wandert; Café, Restaurant und Besichtigungen bleiben in Antwerpen.

Die Abtei Westmalle in der Provinz Antwerpen wurde 1794 von Zisterziensermönchen gegründet und 1836 zur Trappistenabtei. Im selben Jahr entstand hinter den Klostermauern die Brauerei. Das Logo „Authentic Trappist Product“ sagt, wer das Bier unter wessen Aufsicht braut und wohin der Erlös fließt, nicht wie es schmeckt.

Achel in der Limburger Kempen zeigt, wie schnell sich ein Status ändert. Die Brauerei entstand 1998 mit Geld und Personal aus Westmalle. Im Sommer 2020 verließen die letzten Mönche die Abtei, im Januar 2021 verlor das Bier das Trappistenlogo, 2023 wurde die Abtei verkauft. Gebraut wird weiter, aber nicht mehr als Trappistenbier.

Das Het Anker in Mechelen beruft sich auf das Jahr 1471, als Beginen im Großen Beginenhof Bier brauten, um ihre Gemeinschaft zu versorgen. Louis Van Breedam kaufte die Brauerei 1872 und gab ihr 1904 den Namen Het Anker. In Breendonk gründeten Jan-Leonard Moortgat und Maria De Block 1871 eine Hofbrauerei, aus der Duvel Moortgat wurde, heute in Familienhand.

Einen EU-Herkunftsschutz gibt es für keines dieser Biere. Tripel, Dubbel und Golden Strong sind Stilnamen, die jede Brauerei verwenden darf.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenLager und Ale im Vergleich
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