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Region & Geschichte in der Region Westhoek & Poperinge

Mönche & Frontland

Region & Geschichte

Der Westhoek ist der äußerste Westzipfel Flanderns, ein flaches Land an der französischen Grenze mit Feldern, Hopfengärten und niedrigen Hügeln. Mittendrin liegt in Westvleteren die Abtei Sint-Sixtus, in der Trappistenmönche eines der meistgesuchten Biere Belgiens brauen.

Die Abtei entstand 1831, als ein Prior mit einigen Mönchen in die Wälder von Sint-Sixtus zog und sich dem Einsiedler Jan-Baptist Victoor anschloss. Gebraut wird seit 1838. Das erste Bier war ein dünner Haustrunk mit rund zwei Prozent Alkohol, den die Mönche selbst brauten, um Geld zu sparen.

Was heißt Trappistenbier? Es ist kein Bierstil, sondern ein Siegel. Das Logo „Authentic Trappist Product“ der Internationalen Trappisten-Vereinigung verlangt drei Dinge: Das Bier entsteht innerhalb oder nahe der Klostermauern, die Mönche beaufsichtigen es, und der Erlös dient dem Unterhalt der Gemeinschaft oder sozialen Zwecken. Westvleteren trägt das Logo. Nach Angaben der Vereinigung verkauft die Abtei nicht gewinnorientiert und nur nach vorheriger Reservierung.

Ein Trappist ist dagegen das Bier aus Watou nicht. Die Brauerei St. Bernardus braute von 1946 bis 1992 mit Lizenz der Mönche das „Trappist Westvleteren“. Die Lizenz wurde 1962 um dreißig Jahre verlängert. Als sie 1992 auslief, nahm die Abtei das Brauen wieder in die eigene Hand. St. Bernardus braut seither unter eigenem Namen, nach Angaben der Brauerei noch nach dem Rezept von 1946.

Einen EU-Herkunftsschutz für ein Bier aus dem Westhoek gibt es nicht. Der Schutz hängt hier am Trappistenlogo, und das gehört der Vereinigung, nicht der Region.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenLager und Ale im Vergleich
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