
Wallenborn, Simon, Pils
Region & Geschichte
Woher kommt Bitburger? Aus Bitburg, einer Kleinstadt in der Südeifel, und von dort aus in die ganze Republik. Die Brauerei beruft sich auf das Jahr 1817, als Johann Peter Wallenborn das Brauen in der Stadt begann. Das ist die Eigenangabe des Hauses, ein Beleg für durchgehenden Betrieb ist sie nicht.
Den Namen Simon trägt die Brauerei seit 1842. Damals heiratete Elisabeth Wallenborn den Ludwig Bertrand Simon, der den Betrieb übernahm und eine Brauereischänke aufmachte, das „Simonbräu“. Bis heute gehört die Bitburger Braugruppe der Familie Simon. Sie hat im Lauf der Jahre auch Köstritzer und Wernesgrüner übernommen, Wernesgrüner seit 2002.
Vom Pils der Eifel erzählt das Jahr 1883. Nach Angaben der Brauerei wurden damals die ersten 18 Hektoliter Bier nach Pilsner Art gebraut, helles untergäriges Bier mit deutlicher Hopfenbittere. Das Pilsner selbst stammt aus Böhmen, 1842 gebraut vom Bayern Josef Groll. Die Südeifel war also kein Ursprung, sondern ein früher Nachahmer, der später zum Sieger wurde.
Der Durchbruch zur Marke kam im 20. Jahrhundert. 1951 trat der Slogan „Bitte ein Bit“ zum ersten Mal auf der Messe Anuga auf. Das „Bit“ ist die Kurzform für Bitburger. Kaum eine andere deutsche Brauerei hat ihren Ortsnamen so zur Abkürzung gemacht.
Für den Namen Bitburger gibt es keinen EU-Herkunftsschutz, und „Eifeler Bier“ steht auch nicht im EU-Register. Die Bitburger Brauerei ist der große Name der Region. Daneben stehen kleine Betriebe wie die Vulkan Brauerei in Mendig und die Gemünder Brauerei in der Nordeifel.