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Wasser & Boden in der Region Bitburg & Eifel

Tiefbrunnen, Eifeler Brauwasser

Wasser & Boden

Beim Brauwasser wirbt Bitburg seit jeher mit der Eifel. Die Brauerei spricht vom „Eifeler Brauwasser“ und stellt es neben den Hopfen als zweiten Grund für den Geschmack ihres Pils. Das ist die Sicht der Brauerei, und sie ist werblich gefärbt. Für das Verständnis genügt es, zu wissen, dass Wasser etwa neunzig Prozent des fertigen Biers ausmacht.

Belegt ist ein Datum. 1909 ging in Bitburg der erste Tiefbrunnen in Betrieb. Davor hatte die Brauerei sich mit dem Wasser begnügen müssen, das in der Stadt zu haben war. Ein eigener Brunnen bedeutete Unabhängigkeit: gleichbleibende Qualität, auch wenn eine Brauerei wächst und mehr Bier sieben Tage die Woche braut.

Wie hart das Wasser genau ist und was in ihm gelöst ist, geben wir hier nicht als Zahl an, weil sich verlässliche Werte nicht belegen lassen. Qualitativ gilt: Für helles Pils ist eher weiches Wasser gut, weil es die Hopfenbittere sauber wirken lässt. Hartes, karbonatreiches Wasser ließe das Bier dagegen breiter und rauer schmecken, wie man es von dunklen Stilen kennt.

Wichtig für heute: Nahezu alle Brauereien bereiten ihr Wasser auf, sie enthärten es oder stellen es mit Salzen ein. Dass das Wasser allein den Stil macht, stimmt eher für die Geschichte als für die Gegenwart. Die Eifel bleibt trotzdem ein Argument, vor allem eines für den Kopf: Wer hier trinkt, schmeckt Landschaft mit.

Kühl und fest ist auch der Boden unter den Kellern. In der Vulkaneifel, wo die Vulkan Brauerei ihre Biere in Fässern bis zu sechs Monate reifen lässt, bleibt es nach Angaben des Betriebs in den Kellern gleichmäßig zwischen sechs und acht Grad bei sehr hoher Luftfeuchte. Das ist ein Klima, in dem sich Bier ruhig entwickelt.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenMalz und Hopfen
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