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Region & Geschichte in der Region Goslar & Harz

Urbier der Bergstadt

Region & Geschichte

Woher kommt die Gose? Das Bier stammt aus Goslar am Nordrand des Harzes und trägt seinen Namen sehr wahrscheinlich vom Flüsschen Gose, das durch die Stadt floss. Dass sie heute meist als Leipziger Bier gilt, ist ein verbreiteter Irrtum. Im Raum Leipzig, Halle und Dessau wurde sie erst im 18. Jahrhundert heimisch, ihr Ursprung liegt im Harz.

Goslar war lange eine reiche Stadt, weil im Rammelsberg Erz abgebaut wurde, vor allem Silber, Kupfer und Blei. Der Bergbau endete 1988, Bergwerk und Altstadt zählen heute zum UNESCO-Welterbe. Eine Stadt mit Bergleuten, Händlern und Kaiserpfalz hatte viele Gäste und viel Durst, und das Bier gehörte zum Alltag.

In manchen Quellen steht als Ersterwähnung der Gose das Jahr 1397. Sicher belegen lässt sich das nicht. Gewiss ist nur, dass Goslarer Bier schon im Mittelalter weit über die Stadt hinaus verkauft wurde und im Harzraum eigene Gose-Sorten entstanden.

Rechtlich ist die Gose ein Sonderfall. Mit Salz und Koriander weicht sie vom Reinheitsgebot ab, sie darf deshalb nur als „besonderes Bier“ verkauft werden. Einen EU-Herkunftsschutz hat die Leipziger Gose laut Register nicht. Wer „Gose“ auf dem Etikett findet, hat also einen Stil vor sich und keine geschützte Herkunft.

Heute braut vor allem das Brauhaus Goslar die Gose in der Stadt selbst. Es wurde 2004 am Marktplatz in einem Haus von 1720 gegründet und gilt nach eigenen Angaben als Goslars einzige Gasthausbrauerei. In Wernigerode entstand 1872 unter dem Namen „Zum Auerhahn“ die Brauerei, die später Hasseröder hieß und heute zu Anheuser-Busch InBev gehört. Dazu kommen kleinere Häuser wie die Brauerei in Altenau oder das Brauhaus Lüdde in Quedlinburg.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenSauerbier erklärt
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