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Region & Geschichte in der Region München

Mönche, Herzöge, Wiesn

Region & Geschichte

Die Geschichte des Münchner Biers beginnt bei Mönchen und Herzögen. Augustinermönche brauten ab 1328 in der Stadt, und Augustiner gilt bis heute als älteste noch produzierende Brauerei innerhalb der Münchner Stadtgrenze. 1487 schrieb Herzog Albrecht IV. für München vor, dass nur Hopfen, Gerste und Wasser ins Bier dürfen, fast drei Jahrzehnte vor der bayerischen Landesordnung von 1516, die man später das Reinheitsgebot nannte und die zunächst vor allem Höchstpreise festlegte.

Wichtiger für den Geschmack war eine Regel von 1553. Die bayerische Brauordnung erlaubte das Brauen nur zwischen Michaeli am 29. September und Georgi am 23. April. Wer im Winter einbraute, musste das Bier über den Sommer retten, und so wurden kühle Keller zum Herz der Münchner Brauerei.

Herzog Wilhelm V. ließ von 1589 bis 1591 am Alten Hof das Hofbräuhaus bauen, damit sein Hof ein eigenes braunes Bier bekam. Unter Maximilian I. folgte 1607 ein zweites Haus am Platzl. Ludwig I. öffnete das Hofbräuhaus 1828 für alle, und 1897 baute Max Littmann das Gebäude zum heutigen Bierpalast um. Die Brauerei selbst zog dabei an den Stadtrand.

Im 19. Jahrhundert wuchs aus Klosterbetrieben und Hofbrauerei eine Industrie. Gabriel Sedlmayr übernahm 1807 die Brauerei Zum Spaten, damals die kleinste der Stadt. Seine Söhne führten sie ab 1874 weiter, und Spaten wurde zum Exportunternehmen mit einer Niederlassung in London.

Heute schützt die EU den Namen. „Münchener Bier“ ist seit dem 18. Juli 1998 eine geschützte geografische Angabe, kurz g.g.A.: Das Bier muss aus Münchner Brauereien kommen. Für das Oktoberfestbier trug die EU 2022 einen eigenen Schutz ein, der Antrag lief seit 2012. Beide Namen betreffen faktisch die sechs Brauereien Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten. Daneben gibt es kleinere Brauhäuser, die sich bei Craft-Bier und alten Stilen versuchen.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenLager und Ale im Vergleich
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