
Altbier im Detail
Bierstile
Wie viel Alkohol hat Altbier, und wie sieht es aus? Es liegt in der Regel zwischen 4,3 und 5,5 Prozent vol, die Farbe reicht von Kupfer bis Dunkelbraun, der Schaum steht fest und cremig. Der Stil stammt aus Düsseldorf und dem Niederrhein und wird weltweit nach dieser Heimat eingeordnet.
Im Geschmack dominiert ein weicher Malzkern aus Brotkruste und Karamell, darüber liegt eine deutliche Bittere. Frucht ist nur angedeutet, und Röstnoten treten, anders als beim Schwarzbier, nur leise auf. Der Abgang ist trocken und herb, was Altbier von süßeren Dunkelbieren unterscheidet.
Der Unterschied zum Pils liegt in Farbe und Gärung. Pils ist untergärig, hell und blumig hopfig. Altbier ist obergärig, bernsteinfarben und von Malz geprägt. Bei der Bittere liegen beide dicht beieinander, das Altbier wirkt durch das Malz aber runder.
Am Niederrhein gibt es das Altbier in zwei Fassungen. Blank filtriert, wie bei Diebels in Issum, wird es überregional verkauft. Unfiltriert, wie das Ur-Alt von Bolten, bleibt es etwas hefiger und kräftiger im Mundgefühl. Beide gehören zum selben Stil, und beide halten sich an die Zutatenliste für obergärige Biere. Was sie trennt, sind Filter und Hefe, nicht die Grundidee.
Bei der Frage, wie sich Niederrhein-Alt vom Düsseldorfer Alt unterscheidet, helfen die Zahlen wenig, denn sie sind dieselben. Der Unterschied liegt in der Art, wie man es trinkt: Am Niederrhein steht es als Alltagsbier auf dem Tresen, nicht als Besuchsprogramm der Altstadt.
Altbierobergärig
- Stammwürze
- 11–12,9 °P
- Alkohol
- 4,3–5,5 % vol
- Bittere
- 25–50 IBU
- Farbe
- 18–33 EBC
Kupfern bis dunkelbraun, malziger Kern, deutliche Bittere, trockener Abgang.