
Hallertau im Süden
Hopfen
Den Hopfen für Regensburg liefert vor allem die Hallertau, das größte zusammenhängende Hopfengebiet der Welt, südwestlich der Stadt. Nach den Zahlen des BarthHaas-Berichts wuchs der Hopfen 2025 in Deutschland auf 18.962 Hektar, davon etwa 83 Prozent in der Hallertau.
Hopfen aus der Hallertau ist als geschützte geografische Angabe eingetragen, seit 2010. Auf den Feldern stehen hohe Gerüste mit Drähten, an denen die Pflanzen im Frühsommer bis in sechs, sieben Meter Höhe klettern. Geerntet wird im Spätsommer.
Für Regensburgs Biere zählen die klassischen Sorten: Hallertauer Mittelfrüh und Tradition für feines Aroma, Perle und Magnum für die Bittere. Die Sorte Herkules stand 2025 auf etwa 7.848 Hektar und war damit die meistangebaute Sorte der Region.
Hopfen hat zwei Aufgaben. Die Alphasäuren geben die Bittere, weshalb Bitterhopfen lange mitkocht. Aromahopfen kommt kurz vor Ende in die Würze, damit seine ätherischen Öle nicht verfliegen.
Ein Helles in Regensburger Art bleibt bewusst zurückhaltend. Mit etwa 16 bis 22 IBU, so heißt die Maßeinheit für Bittere, tritt der Hopfen hinter das Malz zurück. Ein Pils des Landes wäre deutlich herber.
Wie viel Hopfen im Bier steckt, schmeckt man am Abgang. Ein Bock wie der Kneitinger Bock braucht wenig Bittere, weil das kräftige Malz die Süße trägt. Beim Dunkel gleicht ein Hopfen wie Hallertauer Mittelfrüh die Süße sanft aus, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Die Hallertau ist von Regensburg aus in einer guten Fahrstunde zu erreichen, weshalb der Hopfen kurze Wege hat.