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Region & Geschichte in der Region Rhön

Berg der Franken

Region & Geschichte

Wer wissen will, wo in der Rhön das Bier herkommt, schaut zuerst auf den Kreuzberg bei Bischofsheim. Auf 928 Metern Höhe gründeten Franziskaner 1692 ihr Kloster, und 1731 kam die Klosterbrauerei dazu. Die Säkularisation hat das Kloster überstanden, deshalb braut es bis heute.

Nach Angaben der Klosterbrauerei ist sie die höchstgelegene Klosterbrauerei Bayerns und die einzige in Deutschland, die noch von Franziskanern betrieben wird. Jahrhundertelang brauten Mönche selbst. Inzwischen steht ein weltlicher Braumeister im Sudhaus, und seit 1990/91 läuft die Anlage vollautomatisch.

Die Rhön liegt dort, wo Bayern, Hessen und Thüringen aufeinandertreffen, und genau das prägt ihre Biergeschichte. Beim Rother Bräu in Roth, einem Ortsteil von Hausen, ging es 1788 mit einem Gasthaus samt Brauerei an der alten Mühle am Stettbach los. 1872 kaufte die Familie Schneider den Betrieb, und nach eigener Darstellung führt Xaver Weydringer ihn heute in fünfter Generation.

Die Grenze von 1945 traf diese Brauerei hart. Nach Angaben des Hauses verlor sie rund 80 Prozent ihrer Kundschaft, weil die Wirtschaften hinter der neuen Linie plötzlich unerreichbar waren. Ab 1965 zog der Betrieb Stück für Stück an seinen heutigen Standort um, 1976 war er fertig.

Die Zahl der Brauereien ist klein geblieben. Die Initiative „Wir sind Rhöner Bier“ führt neun Mitglieder, darunter Kloster Kreuzberg, Rother Bräu, Pax Bräu in Oberelsbach und die Rhönbrauerei in Kaltennordheim. Mehrere Häuser haben aufgegeben, zuletzt Karmeliter Bräu im Jahr 2024.

Einen eigenen EU-Herkunftsschutz für „Rhöner Bier“ gibt es nicht, der Name steht nicht im EU-Register. Auf der bayerischen Seite gilt das Reinheitsgebot ohne Zucker auch für obergärige Biere, in Hessen und Thüringen gelten die Regeln der jeweiligen Länder.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenLager und Ale im Vergleich
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