
Familienbrauereien
Region & Geschichte
Woher hat die Karlsberg Brauerei ihren Namen? Vom Karlsberg, an dessen Fuß die Brüder Jacoby 1858 und 1859 in Homburg eine Brauerei errichteten. Am 28. Mai 1878 wurde der Betrieb im Gasthaus von Carl Cappel versteigert. Den Zuschlag bekam Christian Weber, ein Großhändler für Importwaren, der sich mit seinem ersparten Kapital gegen mehrere Mitbieter durchsetzte.
Seine Nachkommen führen das Unternehmen bis heute, inzwischen in der fünften Generation. Karlsberg ist damit eine Familienbrauerei geblieben. Das Ur-Pils verkauft sich vor allem in den westlichen Bundesländern, und wer im Saarland ein Pils bestellt, bekommt oft dieses.
Älter ist die Brauerei G. A. Bruch in Saarbrücken-St. Johann. Sie beruft sich auf das Jahr 1702 und wird als älteste Brauerei des Saarlands bezeichnet. Das ist eine Eigenangabe, die aber zu einer langen Familiengeschichte passt. Seit 2018 geriet die Brauerei laut Presseberichten mehrfach in die Insolvenz, und das Brauhaus Stiefel am St. Johanner Markt sowie die Braustätte wurden verkauft. Gebraut wird das Bruch-Bier seit 2023 nach Presseberichten bei der Kirner Privatbrauerei im Hunsrück.
In der Pfalz liegt Pirmasens, wo die Parkbrauerei nach eigenen Angaben seit 1888 braut. Sie führt heute auch einen Standort in Bellheim und zählt zu den mittelgroßen Regionalbrauereien. Im Norden der Pfalz sitzt in Winnweiler die Privatbrauerei Bischoff, die Pils, Weißbier und Spezialitäten braut.
Einen eigenen Herkunftsschutz hat keine der beiden Landschaften. Im EU-Register steht kein Bier aus dem Saarland oder der Pfalz, sondern nur andere deutsche Namen wie Kölsch oder Bayerisches Bier. Die Brauer hier halten sich an die bundesweiten Regeln des Biergesetzes und stehen im Wettbewerb mit einem sehr starken Weinbau.