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Region & Geschichte in der Region Stuttgart & Württemberg

Fusionen & Familie

Region & Geschichte

Die Geschichte der Stuttgarter Brauereien ist vor allem eine Geschichte von Zusammenschlüssen. Carl Dinkelacker gründete seine Brauerei 1888 mitten in der Stadt, Robert Leicht hatte 1878 in Vaihingen die Schwaben Bräu ins Leben gerufen. Beide Häuser wuchsen in einer Zeit, in der aus Wirtshausbrauereien Industriebetriebe wurden.

Die Schwaben Bräu gilt als die erste deutsche Brauerei, die ihr Bier 1891 mit einem Lastwagen von Daimler auslieferte. Das passt zu einer Stadt, die später als Autostadt bekannt wurde. Ein Bierfass wiegt gefüllt viel, und Pferdefuhrwerke kamen auf den steilen Straßen aus dem Kessel schnell an ihre Grenzen.

Dinkelacker kaufte 1971 die Stuttgarter Brauerei Wulle und 1977 die Brauerei Sanwald. 1996 schlossen sich Dinkelacker und Schwaben Bräu zusammen. Die Marken Schwabenbräu, Wulle und Sanwald laufen seitdem unter einem Dach.

2004 ging die Brauerei an den Konzern Interbrew, aus dem später InBev wurde, den größten Brauer der Welt. 2007 kaufte Wolfgang Dinkelacker, ein Urenkel des Gründers, das Unternehmen zurück. Seitdem ist es wieder eine Familienbrauerei.

Neben Dinkelacker-Schwaben Bräu steht als zweite große Brauerei der Stadt die Stuttgarter Hofbräu im Stadtteil Süd. Zusammen prägen die beiden das Bier, das in Stuttgart ausgeschenkt wird, in Wirtshäusern ebenso wie auf dem Volksfest.

Einen Herkunftsschutz für Stuttgarter Bier gibt es nicht. Im EU-Register steht kein Bier aus Württemberg, und das Reinheitsgebot von 1516 galt nur im Herzogtum Bayern. Wie in ganz Deutschland regeln heute die Bierverordnung und die weiter geltenden Teile des Vorläufigen Biergesetzes, was als Bier verkauft werden darf.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenLager und Ale im Vergleich
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