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Region & Geschichte in der Region Herefordshire & Worcestershire

Hopfen, Grenze

Region & Geschichte

Wo wächst Hopfen in England außer in Kent? Vor allem hier, in den Hügeln von Herefordshire und Worcestershire an der Grenze zu Wales. Schon 1692 wurde in Hereford Hopfen verkauft, und im 19. Jahrhundert wurde aus dem Nebenerwerb der Bauern ein Wirtschaftszweig. Die Archive der Grafschaft nennen für 1850 rund 4.500 Acres Hopfengärten, für 1878 etwa 6.000 und für das Rekordjahr 1894 mehr als 10.000 Acres.

Die Hopfengärten drängten sich in den Tälern von Lugg und Frome. Bromyard, Bishops Frome, Bosbury, Leominster und Tenbury hatten jeweils mehr als 300 Acres. Zur Ernte kamen Pflückerfamilien aus den Städten der West Midlands und aus Wales aufs Land, ein Sommerausflug mit harter Arbeit und Schlafplatz im Schuppen.

Gebraut wurde in Hereford schon lange vor der Zeit der Großbrauereien. Die Hereford and Tredegar Brewery stellte ihren Betrieb in der Stadt 1960 ein. Danach blieb die Gegend lange ein Cider-Land: H. P. Bulmer gründete 1887 in Hereford die Firma, die den Apfelwein zur Marke machte.

Das Bier kam in den 1980er-Jahren zurück. Peter Amor, ein früherer Guinness-Brauer, gründete 1985 die Wye Valley Brewery. Sie begann auf dem Gelände des Nags Head in Canon Pyon, zog 1986 in den Stallhof eines Pubs in Hereford und seit 2002 arbeitet sie in der ehemaligen Cider-Fabrik von Stoke Lacy. Die Teme Valley Brewery in Worcestershire braut seit 1997 und verwendet nach eigenen Angaben nur Hopfen aus den beiden Grafschaften.

Einen EU-Herkunftsschutz für Bier aus dieser Gegend gibt es nicht. Von den englischen Bieren trägt nur Kentish ale eine solche Eintragung, und Rutland Bitter. Wer hier ein Bitter bestellt, bekommt also keinen geschützten Namen, sondern einen Stil mit regionaler Handschrift.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenLager und Ale im Vergleich
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