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Wasser & Boden in der Region Herefordshire & Worcestershire

Malvern, Granit, Lehm

Wasser & Boden

Welches Wasser prägt die Biere zwischen Hereford und Worcester? Das berühmteste Wasser der Gegend stammt aus den Malvern Hills, die sich als Kamm über die Grenze der beiden Grafschaften ziehen. Die Hügel gehören zu den ältesten und härtesten Gesteinen Großbritanniens, Granit und andere Hartgesteine. Regen sickert durch die Spalten, bleibt darin gespeichert und tritt an den Quellen wieder aus.

Die Quellen fließen nach Angaben der Earth Heritage Trust gleichmäßig, im Schnitt etwa 60 Liter in der Minute, und sie sind nie versiegt. Das Wasser ist weich, weil das Gestein wenig löst. Am Holy Well in Malvern Wells wird seit den 1620er-Jahren Wasser abgefüllt. Schweppes füllte es von 1850 bis 2010 im großen Stil ab, seit 2009 gibt es eine familiengeführte Marke.

Für das Bier gilt dasselbe wie überall: Brauereien bereiten ihr Wasser heute nach Bedarf auf, geben Salze zu oder nehmen sie heraus. Konkrete Härtewerte für die Region sind nicht verlässlich belegt, deshalb steht hier keine Zahl. Weiches Wasser lässt Hopfenbittere weniger schroff wirken als das Gipswasser von Burton, ein Bitter schmeckt rund statt scharf.

Unter den Feldern liegt schwerer, roter Lehm. Das Old Red Sandstone färbt den Boden und die Ziegel der Dörfer, und es hält Wasser, so dass Hopfen und Apfelbäume gleichermaßen satt wachsen. Der Fluss Wye windet sich durch das Tal, dem die bekannteste Brauerei der Gegend ihren Namen verdankt.

Das Klima ist mild und feucht. Das hilft dem Hopfen und den Apfelbäumen, und es erklärt den Cider-Reichtum. Für das Bier heißt es: Fässer lagern in Pubkellern bei gleichmäßig kühlen Temperaturen, nicht in Felsenkellern, denn die Region hat keine Bierberge wie Franken.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenMalz und Hopfen
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