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Region & Geschichte in der Region Beskiden & Kleinpolen

Habsburger & Goetz

Region & Geschichte

Zu den bekanntesten Brauereien Polens gehört Żywiec, und ihre Wurzeln liegen bei den Habsburgern. Erzherzog Albrecht Friedrich von Österreich-Teschen, dem die Herrschaft Żywiec (deutsch Saybusch) gehörte, ließ dort 1856 eine Brauerei errichten. Den Grundstein hatte die Güterverwaltung schon am 16. Juni 1852 gelegt, der Architekt hieß Karol Pietschka. Gebaut wurde auf dem Gelände einer früheren Brennerei.

Das Land gehörte damals zu Galizien, dem Kronland, das Österreich seit der ersten Teilung Polens 1772 verwaltete. Schon 1857 galt die Brauerei als die größte Galiziens. Nach dem Tod Albrechts 1895 erbte sein Neffe Karl Stefan Habsburg den Besitz. Seit 1994 ist die niederländische Heineken International größter Anteilseigner von Browary Żywiec.

Der zweite große Name heißt Okocim. Wer wissen will, wer die Brauerei in Brzesko gründete, landet bei Johann Evangelist Götz, einem aus Württemberg stammenden Brauer, der in Polen Jan Ewangelista Goetz hieß. Sein Unternehmen entstand am 26. April 1845, der erste Sud lief am 23. Februar 1846. Sein Sohn Jan Albin Goetz-Okocimski führte die Brauerei zu ihrer größten Blüte, sie zählte zu den fünf größten der Habsburgermonarchie.

In Kraków selbst braute seit 1840 die Familie Jenny in der Ulica Lubicz. Dieses Browar Lubicz übernahm 1904 der Baron Goetz-Okocimski. Als Okocim an Carlsberg fiel, wurde die Produktion dort 2001 eingestellt, seit 2015 wird am Lubicz wieder gebraut.

Heute gehört Żywiec zu Heineken und Okocim zu Carlsberg Polska. Einen Herkunftsschutz gibt es nicht: Im EU-Register steht für Bier kein polnischer Name. „Bier aus den Beskiden“ ist also kein geschützter Begriff, sondern eine Frage von Ort und Brauerei.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenLager und Ale im Vergleich
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