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Region & Geschichte in der Region New York

Bierhallen & Neuanfang

Region & Geschichte

Wem gehört die Brooklyn Brewery? Gegründet haben sie 1988 der frühere Nahost-Korrespondent Steve Hindy und sein Nachbar Tom Potter aus Park Slope, beide gaben dafür ihre Arbeit auf. 2016 stieg der japanische Konzern Kirin mit einem Minderheitsanteil von 24,5 Prozent ein, die Gründer führten die Brauerei weiter.

Die erste Lieferung Brooklyn Lager ging 1988 an eine Bar in Williamsburg. Das Logo zeichnete Milton Glaser, der Grafiker hinter der Kampagne „I Love New York“. Wer heute Brauereien im Stadtteil besucht, steht in einem Viertel, das Bier schon einmal als Hauptgeschäft kannte.

Im 19. Jahrhundert kamen deutsche Einwanderer in Scharen. Viele ließen sich im Osten Brooklyns nieder und eröffneten Lagerbrauereien, angezogen vom Quellwasser unter Brooklyn und Queens. In Manhattan entstand mit Kleindeutschland ein ganzes Viertel mit Bierhallen und Gärten. Die großen Namen verschwanden bis in die 1970er Jahre, übrig blieben Fabrikbauten.

Weit nördlich, in Cooperstown, gründeten 1997 die Importeure Don Feinberg und Wendy Littlefield die Brewery Ommegang nach belgischem Vorbild. 2003 übernahm der belgische Konzern Duvel Moortgat die Brauerei vollständig. Das Gelände war zuvor eine Hopfenfarm.

Einen Herkunftsschutz für Bier aus New York gibt es nicht. In den USA gilt eine Brauerei als Craft, wenn sie klein ist und weniger als 25 Prozent einem Nicht-Craft-Alkoholkonzern gehören. Kirins 24,5 Prozent liegen knapp darunter.

Heute zählt der Bundesstaat New York viele hundert Brauereien, von winzigen Schankräumen in Brooklyn bis zu Farm-Betrieben im Hinterland. Der Gegensatz zwischen Stadtbrauerei und Landgut prägt die Szene: Hier das Bier für die U-Bahn-Generation, dort das Bier vom Acker, das mit Hopfen und Gerste aus der Nachbarschaft gebraut wird.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenLager und Ale im Vergleich
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