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Gin · Schütteln

Clover Club

Ein rosa Gin-Sour mit Himbeersirup und Zitrone. Wenige Tropfen Eiweiß machen die Oberfläche weicher, schmecken selbst aber nicht heraus. Das Ergebnis ist fruchtig und frisch, ohne dass der Gin darin verschwindet.

Stand: · Philadelphia, um 1900

Clover Club im Cocktailschale

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Alle Zutaten einschließlich des pasteurisierten Eiweißes in den Shaker geben.
  2. Mit reichlich Eis besonders kräftig schütteln, damit sich die Zutaten verbinden und Luft eingearbeitet wird.
  3. Ohne das Schütteleis durch ein Sieb ins gekühlte Glas abseihen.
  4. Zum Abschluss garnieren: frische Himbeeren.

Wie schmeckt er?

Zuerst kommt die Himbeere. Der Sirup macht den Drink fruchtig und süß, doch es sind nur 15 Milliliter davon. Die gleiche Menge Zitronensaft zieht sofort dagegen und bringt klare Säure. Zwischen beiden bleibt der Gin gut erkennbar, sein Wacholder trägt den ganzen Cocktail. Das Eiweiß schmeckst du nicht. Es macht die Flüssigkeit etwas dichter und legt eine dünne Schaumschicht obenauf. Mit 45 Millilitern Gin und nur 30 Millilitern Rest ist der Clover Club kräftiger, als seine Farbe vermuten lässt.

Wann passt er?

Der Clover Club passt vor dem Essen und an einen frühen Abend. Rosa Farbe und Himbeere machen ihn zugänglich, sogar für Leute, die Gin sonst meiden. Trotzdem steckt ordentlich Alkohol darin, und süß ist er nur zur Hälfte. Wer Sours mit Zitrone mag, wird hier schnell heimisch. Bei Abneigung gegen Frucht im Glas lohnt er sich nicht.

Worauf es ankommt

Erwarte mit diesen wenigen Tropfen Eiweiß keine dicke Schaumkrone. Die gibt es nur bei Rezepten mit deutlich mehr Eiweiß, und dort wirkt der Drink dann auch dicker im Mund. Schüttle umso kräftiger, damit überhaupt Luft hineinkommt. Kühle außerdem die Schale vor. Ein warmes Glas lässt den dünnen Schaum sofort zusammenfallen.

Clover Club – Detail

Woher der Drink kommt

Der Name kommt von einem geselligen Club in Philadelphia. Dessen Mitglieder trafen sich im Bellevue, und dort ist der Drink um die Jahrhundertwende belegt. Die rosa Farbe hat mit dem Namen also nichts zu tun, auch wenn man das gern annimmt. Schon damals standen Gin, Himbeere, Zitrone und Eiweiß zusammen im Rezept. Verschoben haben sich bis heute vor allem die Mengen. Wie viel Fruchtsirup und wie viel Eiweiß hineingehören, beantwortet fast jede Bar ein wenig anders.

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