Zubereitung
- Gin, Zitronensaft und Sirup mit Eis schütteln. Soda zurückhalten.
- Ohne das Schütteleis in ein vorgekühltes schmales Glas abseihen.
- Einen kleinen Schuss kaltes Soda hinzufügen und sofort ohne zusätzliches Serviereis servieren.
- Zum Abschluss garnieren: Zitronenscheibe oder -zeste.
Wie schmeckt er?
Die Zitrone führt. 30 Milliliter Saft treffen auf nur 10 Milliliter Sirup, deshalb schmeckt der Fizz klar sauer. Gin steht mit 45 Millilitern dahinter und bringt Wacholder und etwas Würze mit. Das Schütteln zieht Luft in die Mischung, dazu kommt das Soda, und beides zusammen macht eine feine, kurzlebige Schaumdecke. Auf der Zunge prickelt es, der Drink wirkt trocken und schlank. Weil kein Eis im Glas steht, verwässert nichts nach. Er bleibt bis zum letzten Schluck so sauer, wie er angefangen hat, wird dabei aber schnell wärmer.
Wann passt er?
Ein Drink für heiße Tage und für den frühen Abend. Er ist erfrischend und nicht süß, damit passt er auch zu Leuten, die Limonade zu klebrig finden. Einsteiger kommen zurecht, sollten die Säure aber mögen. Zum Essen taugt er weniger, weil die Zitrone alles überdeckt. Trink ihn zügig, denn ohne Eis und mit wenig Soda ist der Zauber nach ein paar Minuten vorbei.
Worauf es ankommt
Das Glas muss wirklich kalt sein, am besten stellst du es vorher ins Gefrierfach. Serviereis brauchst du nicht, der Drink ist beim Schütteln schon kalt geworden. Gib nur einen kleinen Schuss Soda dazu, sonst verliert der Fizz seine Spannung. Und dann zügig auf den Tisch: Die Schaumdecke fällt nach kurzer Zeit zusammen. Ein Collins bleibt dagegen auf Eis im Glas und darf stehen.

Woher der Drink kommt
Der Gin Fizz gehört zur Fizz-Familie, einer ganzen Gruppe alter Drinks. Das Muster ist immer gleich: Spirituose, Zitrus und Zucker kommen in den Shaker, Soda kommt danach ins Glas. Solche Rezepte stehen schon in Büchern aus dem 19. Jahrhundert. Zur Idee gehört, dass man ihn sofort trinkt, solange es noch sprudelt. Oft heißt es, der Unterschied zum langen Collins liege an einer einzelnen Zutat. Das stimmt so nicht: Es sind der Aufbau und die Servierweise, die beide Drinks trennen.
