Zubereitung
- Das Servierglas mit festen Eiswürfeln füllen.
- Die abgemessenen Zutaten hineingeben. Soda kommt zum Schluss dazu und wird langsam angegossen, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.
- Behutsam umrühren, bis sich die Zutaten verbinden. Bei Zutaten zum Auffüllen etwas Platz für die Garnitur lassen.
- Zum Abschluss garnieren: Zitronenscheibe und Cocktailkirsche.
Wie schmeckt er?
Zitrone gibt den Ton an. Die Säure trifft dich zuerst, gleich danach federt der Zuckersirup sie ab. Es bleibt trotzdem eine spürbare Frische, denn es kommt doppelt so viel Zitronensaft wie Sirup ins Glas. Der Gin steht mit seinem Wacholder dahinter, würzig und trocken. Das Soda macht den Drink lang und prickelnd, es verdünnt ihn spürbar. Deshalb schmeckt er leichter als ein Sour im kleinen Glas, obwohl fünfundvierzig Milliliter Gin darin sind. Zum Ende hin, wenn das Eis schmilzt, wird er noch milder.
Wann passt er?
Ein Klassiker für heiße Nachmittage und für den Einstieg in Gindrinks. Er ist lang, frisch und wirkt nicht schwer. Gäste, die sonst Limonade oder Weinschorle trinken, kommen damit gut zurecht. Wer es kurz und stark mag, greift besser zum Martini oder zum Gin Sour ohne Soda. Zum Essen passt er, solange das Essen nicht süß ist.
Worauf es ankommt
Rühre nur kurz und sanft. Jedes kräftige Rühren treibt die Kohlensäure aus dem Soda, dann wird der Drink flach. Baue ihn direkt im Glas auf vollem Eis auf, halbvolle Gläser schmelzen schneller. Presse die Zitrone frisch, Saft aus der Flasche fällt hier sofort auf. Mit Old Tom Gin wird aus dem John Collins ein Tom Collins. Lass beim Auffüllen etwas Platz für die Garnitur.

Woher der Drink kommt
Der Name führt zu John Collins vom Londoner Limmer’s und zur dortigen Gin-Punch-Tradition. Wie aus dem John Collins der Tom Collins wurde und welche Ginart dabei jeweils im Glas war, erzählen die Quellen unterschiedlich. Sicher ist nur das Prinzip: ein langer Drink aus Gin, Zitrone, Zucker und Soda. Nach diesem Muster funktionieren viele lange Drinks. Old Tom Gin erklärt dabei eine verbreitete Form des Tom Collins. Beide Namen meinen im Kern denselben Aufbau.
