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Gin · Schaumwein · Schütteln

French 75

Ein kleiner Gin Sour, verlängert mit kaltem Champagner. Gin, Zitrone und Zucker gehen in den Shaker, der Schaumwein kommt erst im Glas dazu. Das Ergebnis schmeckt frisch, spritzig und wirkt leichter, als es ist.

Stand: · Frankreich und internationale Bars, frühes 20. Jahrhundert

French 75 im Sektglas

Zubereitung

  1. Gin, Zitronensaft und Sirup mit Eis kräftig schütteln. Den Champagner nicht in den Shaker geben.
  2. Ohne Eis in ein gekühltes Sektglas abseihen.
  3. Mit kaltem Champagner auffüllen und nur vorsichtig verbinden.

Wie schmeckt er?

Zuerst schmeckst du Zitrone. Die 15 Milliliter Saft machen den Drink deutlich sauer, der Zuckersirup fängt das in gleicher Menge wieder auf. So entsteht die Spannung, die einen Sour ausmacht. Dahinter steht der Wacholder aus dem Gin, aber nur mit 30 Millilitern und damit zurückhaltend. Der Champagner übernimmt den Rest: Er bringt Kohlensäure, eigene Säure und eine feine Trockenheit. Das Prickeln trägt die Zitrone über die Zunge und lässt den Cocktail leicht wirken. Im Abgang bleibt die Zitrone, der Alkohol hält sich im Hintergrund.

Wann passt er?

Ein guter Auftakt für den Abend, zur Begrüßung oder vor dem Essen. Der French 75 funktioniert auch bei Leuten, die sonst nur Sekt trinken, weil der Gin unter Zitrone und Kohlensäure verschwindet. Genau deshalb solltest du aufpassen: 30 Milliliter Gin plus Champagner summieren sich schneller, als der Geschmack vermuten lässt. Auf einer Feier ist er ein Selbstläufer.

Worauf es ankommt

Champagner gehört niemals in den Shaker. Kohlensäure baut dort Druck auf, der Verschluss kann aufspringen, und der Drink verliert sein Prickeln. Schüttle also nur Gin, Zitronensaft und Sirup, seihe ab und fülle erst danach auf. Alles sollte dabei kalt sein: Glas, Flasche und Saft. Warmer Schaumwein schäumt über und wird beim Umrühren sofort flach. Ein einziger vorsichtiger Zug mit dem Löffel genügt.

French 75 — Detail

Woher der Drink kommt

Der Name kommt von einer französischen Kanone mit 75 Millimetern Kaliber. Sie war im Ersten Weltkrieg bekannt. Unter verwandten Namen liefen zunächst ganz verschiedene Rezepte. Die Mischung aus Gin, Zitrone, Zucker und Champagner, die wir heute kennen, ist erst später sauber belegt. Das Rezept ist also jünger als sein Name. Auch das Glas hat gewechselt: Vor der schmalen Sektflöte gab es längere Servierweisen mit Eis. Wer den Cocktail heute bestellt, bekommt fast immer die kurze, prickelnde Fassung im Sektglas.

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