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Lexikon/Cocktails

Gin · Rühren

Hanky Panky

Gin und süßer roter Wermut zu gleichen Teilen, dazu ein kleiner Schuss Fernet. Der Kräuterlikör macht aus Gin und süßem Wermut einen würzigen, bittersüßen Cocktail.

Stand: 17. September 2026 · London, frühes 20. Jahrhundert

Hanky Panky im Cocktailschale

Zutaten

  • 45 mlLondon Dry Gin
  • 45 mlsüßer roter Wermut
  • 7,5 mlFernet
Glas
Cocktailschale
Methode
Rühren
Garnitur
Orangenzeste
Geschmack
bitter, kräutrig
Kalorien
ca. 190 kcal je Drink

Wie findest du das Rezept?

4,3 · 10 Bewertungen

  • Isabel · September 2026

    Die Mischung aus Gin und süßer Wermut und Fernet geht erstaunlich gut zusammen.

  • Ben · September 2026

    Die Balance kippt nicht, obwohl ziemllich viel Aroma im Glas steckt.

  • Hannah · September 2026

    Die Aromen von süßem Wermut und Fernet kommen schön spät und bleiben dann eine Weile.

  • Kathrin · September 2026

    Die kräutrig und bitter Richtung ist hier genau mein Ding.

  • Tobias · September 2026

    Im Nachhall bleiben die Aromen von süßem Wermut und Fernet länger hängen als gedacht. Das hatte ich so nicht erwartet.

  • Rebecca · September 2026

    Die kräutrig und bitter Richtung passt hier ziemlich gut zum Grundcharakter.

  • Jannik · September 2026

    Der Gin ist direkt da, aber süßer Wermut und Fernet bleibt trotzdem schön im Hintergrund.

  • Sarah · September 2026

    Sehr kalt hat er mir deutlich besser gefallen. Das hatte ich so nicht erwartet.

  • Celine · September 2026

    Nicht schlecht, aber bitter ist hier schon ziemlich dominant. Ich würd ihn eher nicht eiskalt trinken.

  • Alina · September 2026

    Die Aromen von süßem Wermut und Fernet bleiben angenehm auf der Zunge.

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Alle Zutaten mit reichlich Eis in ein Rührglas geben.
  2. Mit einem langen Löffel rühren, bis die Mischung gut kalt und leicht verdünnt ist, als Ausgangspunkt etwa 20–30 Sekunden.
  3. Durch ein Barsieb ohne das Rühreis ins gekühlte Glas abseihen.
  4. Zum Abschluss garnieren: Orangenzeste.

Wie schmeckt er?

Zuerst schmeckst du den süßen Wermut. Er ist weich und erinnert an dunkle Kräuter. Gleich danach kommt der Wacholder aus dem Gin durch, trocken und leicht harzig. Der Fernet sitzt im Hintergrund und zieht alles ins Bittere. Viele schmecken darin eine Note von Menthol. Süße und Bitterkeit halten sich die Waage, Säure fehlt ganz: Es kommt kein Saft ins Glas. Alle drei Zutaten sind Alkohol, deshalb wirkt der Drink kräftig. Die Orangenzeste legt beim Trinken einen frischen Duft darüber.

Wann passt er?

Der Hanky Panky passt am besten vor das Essen. Er macht Appetit und bleibt trotzdem stark. Wer Bitteres mag, kommt hier sofort an. Einsteigern schmeckt er oft erst beim zweiten Glas, weil der Fernet ungewohnt ist. Trink ihn langsam und eiskalt. Nach einem schweren Essen ist er die falsche Wahl, dafür fehlt ihm die Frische.

Worauf es ankommt

Miss den Fernet genau ab. Siebeneinhalb Milliliter sind wenig, und das ist Absicht. Schon ein Schluck mehr drängt Wermut und Wacholder in den Hintergrund, dann schmeckst du fast nur noch Kräuter und Menthol. Rühre den Drink im Rührglas, statt ihn zu schütteln: Er bleibt klar und bekommt keine Bläschen. Zwanzig bis dreißig Sekunden reichen, dann ist er kalt genug.

Hanky Panky — Detail

Woher der Drink kommt

Ada Coleman hat den Hanky Panky im Londoner Savoy entwickelt. Überliefert ist eine Verbindung zum Schauspieler Charles Hawtrey, der begeistert auf den Drink reagierte. Mehr gibt die Überlieferung nicht sicher her. Colemans Anteil gehört fest zur Geschichte dieses Cocktails. Interessant ist der Kunstgriff dahinter: Gin und süßen Wermut mischt jede Bar, erst die winzige Menge Fernet macht daraus einen eigenen Drink. Aus einer vertrauten Grundlage wird so etwas, das man sofort wiedererkennt. Genau deshalb hat der Hanky Panky seinen Platz behalten.

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