Zubereitung
- Das Servierglas vorkühlen. Die abgemessenen Zutaten in einen Shaker geben.
- Reichlich feste Eiswürfel hinzufügen und etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
- Durch ein Barsieb ins vorgekühlte Glas abseihen; das Schütteleis bleibt im Shaker.
Wie schmeckt er?
Zuerst schmeckst du Orange: saftig, süß, mit etwas Säure. Dann kommt der Anis vom Absinth, und der ist in dieser Fassung kräftig. Ein Esslöffel ist viel, deshalb legt sich der Anis über alles andere. Die Grenadine bringt Süße und eine rote Farbe. Der Gin hält mit Wacholder dagegen, bleibt aber hinter Orange und Anis zurück. Halb Saft, halb Spirituose: Der Drink ist kräftig, schmeckt durch den Saft trotzdem weich. Wer Anis nicht mag, merkt das hier sofort.
Wann passt er?
Der Monkey Gland ist nichts für den ersten Cocktailabend. Anis teilt die Geschmäcker: Manche lieben ihn, andere mögen ihn gar nicht. Wer Lakritz und Anis mag, wird hier schnell warm. Alle anderen probieren ihn besser erst in kleiner Menge. Du trinkst ihn kurz und kalt, gut vor dem Essen oder aus Neugier zwischendurch.
Worauf es ankommt
Diese Fassung nimmt je einen Esslöffel Absinth und Grenadine. Das ist viel und schmeckt entsprechend kräftig. Andere Rezepte arbeiten nur mit ein paar Spritzern, der Unterschied ist groß. Taste dich heran: Beginne mit weniger Absinth und gib lieber nach. Presse den Orangensaft frisch und schüttle kräftig mit viel Eis. Kühle die Schale vor, der Drink kommt ohne Eis ins Glas.

Woher der Drink kommt
Harry MacElhone und die Pariser Barkultur werden mit dem Monkey Gland verbunden. Rezepte sind aus den frühen 1920er-Jahren bekannt. Der seltsame Name spielt auf Verjüngungsversuche mit Affenorganen an, über die damals öffentlich geredet wurde. Er ist ein Zeitbezug und kein Versprechen; der Drink kann nichts davon. Die Mengen von Absinth und Grenadine schwanken zwischen den überlieferten Fassungen erheblich. Deshalb schmeckt ein Monkey Gland in der einen Bar ganz anders als in der nächsten.
