Zubereitung
- Das Servierglas mit festen Eiswürfeln füllen.
- Die abgemessenen Zutaten hineingeben.
- Behutsam umrühren, bis der Drink kalt ist und sich die Zutaten verbunden haben. Oben etwas Platz für die Garnitur lassen.
- Zum Abschluss garnieren: halbe Orangenscheibe.
Wie schmeckt er?
Der erste Schluck ist bitter. Das kommt vom roten Bitteraperitif, und es ist so gewollt. Dahinter steht der Wacholder aus dem Gin, süßer Wermut rundet ab. Kein Saft verdünnt den Drink: Alle drei Teile sind Spirituose. Deshalb schmeckt er konzentriert und wirkt schnell. Zum Ende hin, wenn das Eis schmilzt, wird er weicher und die Süße des Wermuts tritt stärker hervor. Die Orangenscheibe gibt beim Trinken einen frischen Duft dazu. Wer Bitteres nicht gewohnt ist, braucht zwei oder drei Schlucke.
Wann passt er?
Der Negroni ist ein Aperitif und passt vor das Essen. Einsteiger tun sich manchmal schwer damit, weil die Bitterkeit sehr direkt kommt. Wer Grapefruit, dunkle Schokolade oder starken Espresso mag, findet sich schnell zurecht. Nach einem süßen Dessert schmeckt er dagegen falsch. Ein Glas reicht meist: Drei Spirituosen ohne Saft sind viel Alkohol auf wenig Volumen.
Worauf es ankommt
Miss beim ersten Mal alle drei Zutaten gleich ab, also je 30 Milliliter. Erst danach lohnt sich das Probieren: Ändere dann nur den Gin oder nur den Wermut, sonst weißt du nicht, woher der Unterschied kommt. Der zweite häufige Fehler ist zu kleines Eis. Es schmilzt zu schnell und wässert den Drink. Nimm große, feste Würfel und rühre nur, bis das Glas außen beschlägt.

Woher der Drink kommt
Die bekannteste Erzählung führt nach Florenz, um 1919. Ein Gast soll seinen Americano kräftiger gewollt haben. Statt Soda kam Gin ins Glas. Die Erzählung nennt dabei Camillo Negroni und den Bartender Fosco Scarselli. Belegt ist das nicht: Einzelne Angaben zur Herkunft bleiben umstritten. Sicher ist nur die Nähe zur italienischen Aperitifkultur. Was den Drink so langlebig macht, ist sein einfaches Verhältnis. Gin, Bitteraperitif und Wermut zu gleichen Teilen kann sich jeder merken. Genau deshalb gibt es heute so viele Abwandlungen davon.
