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Gin · Schütteln

Singapore Sling

Ein langer Gin-Drink mit viel frischem Ananassaft. Dazu kommen Kirschlikör, Orangenlikör und ein Kräuterlikör, außerdem Limette und ein Spritzer Bitter. Er schmeckt fruchtig, hat aber eine würzige Seite.

Stand: · Singapur, frühes 20. Jahrhundert

Singapore Sling im Hurricane-Glas

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Die abgemessenen Zutaten in einen Shaker geben.
  2. Reichlich feste Eiswürfel hinzufügen und etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
  3. Durch ein Barsieb ins vorgekühlte Glas abseihen; das Schütteleis bleibt im Shaker.
  4. Zum Abschluss garnieren: Ananasstück und Cocktailkirsche.

Wie schmeckt er?

Zuerst schmeckst du die Ananas. Sie füllt den Drink aus und macht ihn weich und fruchtig. Danach kommt die Kirsche aus dem Likör, süß und dunkel. Der Gin bringt Wacholder mit, der Kräuterlikör legt eine süße Würze darüber. Limette hält alles frisch, sonst wäre die Mischung zu süß. Die Grenadine gibt Farbe und noch etwas Zucker. Am Ende bleibt eine kleine Bitternote vom Angostura. Rund 60 Milliliter Alkohol treffen auf 120 Milliliter Saft: Der Drink wirkt mild, ist aber stärker als er schmeckt.

Wann passt er?

Der Singapore Sling passt an einen warmen Abend oder auf eine Party. Er ist lang, kalt und fruchtig, deshalb trinkst du ihn langsam über eine halbe Stunde. Einsteiger kommen gut damit zurecht, weil der Alkohol hinter der Ananas verschwindet. Genau das ist auch die Gefahr: Er schmeckt harmloser, als er ist. Wer es trocken und herb mag, ist hier falsch.

Worauf es ankommt

Nimm ein großes Glas und einen großen Shaker. Bei 120 Millilitern Ananassaft wird es sonst eng. Miss Kirschlikör und Kräuterlikör genau ab, sonst gehen die 7,5 Milliliter im Saft unter und du schmeckst nur noch Frucht. Das Rezept nennt frischen Ananassaft. Frisch gepresst schäumt er beim Schütteln und legt eine feine Krone auf den Drink.

Singapore Sling — Detail

Woher der Drink kommt

Der Singapore Sling wird mit Ngiam Tong Boon und dem Raffles Hotel in Singapur verbunden. Das Hotel nennt als Entstehungsjahr 1915. Ganz so einfach ist es aber nicht: Es gab schon vorher Drinks aus der Gin-Sling-Familie, und das Rezept änderte sich später mehrfach. Die Fassung mit viel Ananassaft, die du heute kennst, muss deshalb nicht dem frühen Singapore Sling entsprechen. Sicher ist vor allem eins: Große Hotelbars haben die Cocktailwelt geprägt, und dieser Drink gehört zu ihren bekanntesten Ergebnissen.

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