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Gin · Rühren

Tuxedo

Gin und trockener Wermut zu gleichen Teilen, dazu winzige Mengen Maraschino, Absinth und Orangenbitters. Der Tuxedo liegt in der Martini-Familie, bringt aber deutlich mehr Aromen ins Glas.

Stand: · New York, spätes 19. Jahrhundert

Tuxedo im Cocktailschale

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Alle Zutaten mit reichlich Eis in ein Rührglas geben.
  2. Mit einem langen Löffel rühren, bis die Mischung gut kalt und leicht verdünnt ist, als Ausgangspunkt etwa 20–30 Sekunden.
  3. Durch ein Barsieb ohne das Rühreis ins gekühlte Glas abseihen.
  4. Zum Abschluss garnieren: Cocktailkirsche und Zitronenzeste.

Wie schmeckt er?

Der Tuxedo schmeckt trocken, aber nicht karg. Vorn stehen Wacholder und Kräuter aus dem Gin, daneben der trockene Wermut mit seiner leichten Bitterkeit. Old Tom Gin ist etwas gesüßt, deshalb wirkt der Drink weicher als ein reiner Dry Martini. Ein halber Barlöffel Maraschino bringt eine kleine Kirschnote mit, süß und mandelartig. Der Absinth ist nur ein Viertel Barlöffel und trotzdem zu riechen: Anis legt sich wie ein Schleier über alles. Die Orangenbitters setzen einen frischen Zitruspunkt. 60 Milliliter ohne jeden Saft ergeben einen konzentrierten, kalten Drink.

Wann passt er?

Der Tuxedo ist ein Aperitif für Geübte. Trink ihn vor dem Essen, eiskalt und in kleinen Schlucken. Er hat keinen Saft und keine Süße zum Verstecken, deshalb schmeckst du jede Zutat. Wer Martini mag und mehr Würze sucht, findet hier genau das. Einsteiger tun sich schwer: trocken, kräutrig, mit Anis dahinter. Das musst du wollen.

Worauf es ankommt

Miss die kleinen Mengen wirklich ab, auch wenn es umständlich wirkt. Ein halber Barlöffel Maraschino und ein Viertel Barlöffel Absinth sind Akzente, keine Bausteine wie der Wermut. Schon ein Schluck Absinth aus der Flasche legt sich über den ganzen Drink. Rühre danach 20 bis 30 Sekunden mit viel Eis, bis das Glas außen beschlägt.

Tuxedo — Detail

Woher der Drink kommt

Der Tuxedo wird mit dem gleichnamigen Club in New York verbunden und gehört zur Cocktailkultur des späten 19. Jahrhunderts. Unter diesem Namen liefen im Lauf der Zeit ganz unterschiedliche Rezepte. Zwei Bars können damit zwei verschiedene Drinks meinen. Die Fassung hier setzt auf Gin und trockenen Wermut zu gleichen Teilen und stellt Maraschino, Absinth und Orangenbitters daneben. Damit gehört sie in die Verwandtschaft des Martini. Sie hat aber mehr Kanten und mehr Aromen als ihr berühmter Verwandter.

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