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Gin · Schütteln

White Lady

Gin, Orangenlikör und Zitronensaft kommen kalt geschüttelt in die Schale, ganz ohne Garnitur. Trotz des Namens steckt weder Sahne noch Ei darin. Der Drink ist hell, klar und deutlich sauer.

Stand: · 1920er-Jahre, mehrere Zuschreibungen

White Lady im Cocktailschale

Zubereitung

  1. Das Servierglas vorkühlen. Die abgemessenen Zutaten in einen Shaker geben.
  2. Reichlich feste Eiswürfel hinzufügen und etwa 10–15 Sekunden kräftig schütteln.
  3. Durch ein Barsieb ins vorgekühlte Glas abseihen; das Schütteleis bleibt im Shaker.

Wie schmeckt er?

Zuerst kommt die Zitrone, klar und spitz. Direkt danach schmeckst du Orange: Der Triple Sec bringt Schale und Süße mit. Darunter liegt der Gin mit Wacholder und Kräutern, er gibt dem Drink sein Rückgrat. Süße und Säure halten sich fast die Waage, denn 30 ml Likör treffen auf 20 ml Zitronensaft. Im Nachgeschmack bleibt die Orangenschale, trocken und leicht bitter. Unterschätz die Stärke nicht: 40 ml Gin und der Likör füllen fast das ganze Glas, Wasser kommt nur vom Schütteleis.

Wann passt er?

Ein Aperitif vor dem Essen, am besten eiskalt und in kleinen Schlucken. Für Einsteiger ist er zugänglicher als ein reiner Spirituosen-Mix, weil die Orange süßt und die Zitrone frisch hält. Harmlos ist er deswegen nicht: Soda oder Saft strecken ihn nicht. Wer Gin nicht mag, schmeckt den Wacholder hier trotzdem klar heraus.

Worauf es ankommt

Der Orangenlikör ist hier die einzige Süße. Zusätzlicher Zuckersirup gehört nicht ins Grundrezept, sonst kippt die Balance. Eiweiß ist in dieser Fassung ebenfalls nicht vorgesehen. Kühle die Schale vor und schüttle mit großen, festen Eiswürfeln zehn bis fünfzehn Sekunden. Ein warmes Glas macht den Drink in wenigen Minuten schwer und süßlich.

White Lady — Detail

Woher der Drink kommt

Der Name White Lady ist älter als dieses Rezept. Früher liefen ganz andere Mischungen unter dem Titel, darunter welche mit Minzlikör. Die heute vertraute Richtung aus Gin und Zitrus taucht erst in den späten 1920er-Jahren auf, eine Rezeptfassung von 1930 hält sie fest. Mehrere Bartender beanspruchen die Entwicklung für sich, geklärt ist das nicht. Halte deshalb zwei Dinge auseinander: die Geschichte des Namens und die Geschichte dieser Mischung. Nur die zweite steht in deinem Glas.

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