Ginklassiker

Fünf große Cocktails

Ginklassiker

Neben Martini und Negroni hat Gin über die Jahrzehnte eine ganze Reihe eigenständiger Klassiker hervorgebracht. Tom Collins, Gimlet, Aviation, Bramble und French 75 zeigen, wie unterschiedlich Gin in Kombination mit Zitrus, Likören oder Champagner wirken kann.

Tom Collins und Gimlet: die einfachen Klassiker

Der Tom Collins verbindet Gin mit Zitronensaft, etwas Süße und Sodawasser und wird hoch im Longdrinkglas serviert. Sein Name geht auf ältere Rezepturen mit dem Namen Collins zurück und ist eng mit dem in England beliebten Old Tom Gin verbunden, einer etwas süßeren Ginstilrichtung des 19. Jahrhunderts.

Der Gimlet dagegen kombiniert Gin nur mit Limettensaft beziehungsweise Limettensirup, ganz ohne Sodawasser. Seine Geschichte wird oft mit der Royal Navy verknüpft, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts Limettensaft an Bord mitführen musste, um der Mangelkrankheit Skorbut vorzubeugen. Ein gesüßter Limettensirup, patentiert 1867 von einem schottischen Kaufmann, machte diesen Saft haltbarer und gab dem Drink vermutlich seinen bis heute typischen Geschmack.

Aviation und Bramble: Farbe und Frucht

Der Aviation kombiniert Gin mit Maraschino-Likör, Zitronensaft und einem kleinen Anteil Veilchenlikör, der dem Cocktail seine charakteristische, leicht bläuliche Farbe verleiht. Entstanden ist er im frühen 20. Jahrhundert in den USA und gilt als eines der aromatisch komplexesten Beispiele klassischer Gin-Cocktails jener Zeit.

Der Bramble wurde deutlich später erfunden, in den 1980er-Jahren von einem Londoner Barkeeper, der Gin mit Zitronensaft, etwas Zucker und Brombeerlikör verband und das Ergebnis über zerstoßenem Eis servierte. Mit seiner fruchtigen, leicht süßsauren Note zeigt der Bramble, dass auch moderne Kreationen zu echten Klassikern werden können.

French 75: Gin trifft auf Champagner

Der French 75 verbindet Gin, Zitronensaft und etwas Zucker mit Champagner oder trockenem Schaumwein und wird meist in einer Sektflöte serviert. Sein Name spielt auf ein französisches Feldgeschütz aus dem Ersten Weltkrieg an, das für seine Durchschlagskraft bekannt war, und der Cocktail tauchte bereits während des Krieges unter einem ähnlichen Namen in gedruckten Rezeptsammlungen auf.

Die Kombination aus spritzigem Zitrus, trockenem Gin und feiner Kohlensäure des Schaumweins macht den French 75 zu einem festlichen, eleganten Cocktail. Er hebt sich damit deutlich von den erdigeren, bitteren Klassikern wie Negroni oder Martini ab und wird häufig zu besonderen Anlässen serviert.

Was verbindet diese fünf Klassiker?

So unterschiedlich Tom Collins, Gimlet, Aviation, Bramble und French 75 auch klingen, alle fünf zeigen dieselbe Grundidee: Gin als Basis, ergänzt um Zitrussäure, etwas Süße und je nach Rezept einen zusätzlichen Likör oder Sprudel. Diese wenigen Bausteine reichen aus, um sehr unterschiedliche Charaktere zu erzeugen, von spritzig über fruchtig bis festlich.

Wer diese fünf Klassiker einmal nacheinander probiert, bekommt einen guten Überblick über die Bandbreite, die mit Gin allein möglich ist, ohne dass ein einziges Rezept dabei kompliziert wäre. Genau diese Zugänglichkeit hat viele dieser Drinks über ein Jahrhundert lang in den Barkarten gehalten. Viele Bars führen mindestens einen dieser fünf Klassiker als festen Bestandteil ihrer Karte, weil Gäste sie oft schon kennen und gezielt danach fragen. Für alle, die selbst mixen möchten, eignen sich diese Rezepte auch deshalb gut als Einstieg, weil sie mit wenigen, gut verfügbaren Zutaten auskommen und trotzdem einen klaren, unverwechselbaren Charakter zeigen. Wer sich an einem dieser Klassiker versucht, lernt dabei nebenbei Grundtechniken wie das Schütteln mit Zitrussaft oder das vorsichtige Auffüllen mit Champagner, die sich später auch auf andere Cocktails übertragen lassen. Diese Techniken bilden ein solides Fundament, auf dem sich mit der Zeit auch aufwendigere Eigenkreationen aufbauen lassen.

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft

Dürfen wir messen, wie Gustofolio benutzt wird? Dafür würden wir Google Analytics laden und ein Cookie auf deinem Gerät speichern. Das hilft uns zu sehen, welche Bereiche gebraucht werden — mehr nicht. Inhalte deiner Sammlung werden dabei nicht übertragen.

Ohne deine Zustimmung passiert nichts davon, und Gustofolio funktioniert vollständig weiter. Du kannst deine Entscheidung jederzeit ändern. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.