
Krabbe und Sauerteig
Gin & Essen
Zwei Gerichte prägen die Küche der Bay Area wie kaum etwas anderes. Das eine ist Dungeness Crab, ein Taschenkrebs aus der Bucht und dem vorgelagerten Pazifik. Gefischt wird er traditionell vor allem zwischen November und Juni. Das andere ist Sauerteigbrot, dessen wilde Hefekulturen dem feuchten Küstenklima San Franciscos ihren Charakter verdanken sollen. Beide stehen für die Region wie sonst kaum ein Gericht. In St. George Spirits' unmittelbarer Nähe in Alameda werden beide Zutaten gern kombiniert serviert.
Zu gedämpfter oder gegrillter Dungeness Crab passt ein Gin, der selbst nicht zu viel Eigengeschmack mitbringt. Meist wird der Krebs dabei schlicht mit brauner Butter serviert. Junípero im klassischen Gin Tonic hält mit seiner Zitrus- und Anis-Note gut dagegen. Er überdeckt dabei die feine Süße des Krebsfleisches nicht.
Zum kräftigen, sauren Sauerteigbrot passt dagegen eher ein Gin mit eigenem Charakter. Serviert wird das Brot gern mit Butter oder als Schüssel für eine Muschelsuppe. Ein Terroir Gin, pur oder mit wenig Tonic, bringt dazu harzige Waldnoten mit. So gleichen sie den Säurekick des Brots gut aus, statt sich davon überdecken zu lassen. Diese Kombination ist in Restaurants rund um die Bucht inzwischen fast schon klassisch.
Wer beides zusammen isst, Krabbe und ein Stück Sauerteig zum Auftunken der Sauce, merkt schnell, wie gut beides zusammenpasst. Botanivore mit seinen 19 Botanicals bietet dabei einen guten Mittelweg. Er bleibt würzig genug für das kräftige Brot. Gleichzeitig bleibt er zurückhaltend genug, um die Krabbe nicht zu erschlagen.