
Cutter, Crop Over
Essen & Trinkkultur
Was isst man auf Barbados zum Rum? Der Klassiker am Samstag heißt Pudding and Souse. Der Pudding ist gedämpfte, geriebene Süßkartoffel, der Souse eingelegtes Schweinefleisch mit Gurke und Limette. Die Säure schneidet das Fett, und die Süße der Kartoffel gleicht beides aus.
Ein Cutter ist ein belegtes Salzbrötchen, klassisch mit gebratenem Fisch, aber ebenso mit Käse oder Schinken. Fish Cakes bestehen aus gesalzenem Kabeljau mit Kräutern und werden frittiert. Beides gehört zur Alltagsküche, und beides schmeckt am besten mit etwas Pfeffersoße.
Gemeint sind Limettensaft, Sirup, Rum und Wasser. Dazu kommen Angostura-Bitter und frisch geriebene Muskatnuss. Wer das Verhältnis einmal behalten hat, kann den Drink aus dem Kopf mixen und nach Geschmack verschieben.
Der Corn 'n' Oil gilt als Cocktail aus Barbados. Er besteht aus dunklem Rum, Limettensaft, Angostura und Falernum, einem Würzsirup, der ebenfalls von der Insel stammt. Das Getränk ist schwer, dunkel und leicht süß, und die Würze des Falernum, ein Hauch Ingwer und Limette, hält den Rum klar im Vordergrund. Wie bei jedem Cocktail aus der Region hängt sehr viel am Rum selbst, der im Glas nicht versteckt werden soll.
Im Sommer feiert die Insel Crop Over, ein Fest, das ursprünglich das Ende der Zuckerrohrernte markierte. Es gipfelt im Grand Kadooment am ersten Montag im August. Zum Unabhängigkeitstag am 30. November, seit 1966, gehören Conkies, in Bananenblättern gedämpfte Päckchen aus Maismehl, Kürbis und Kokosnuss.