
Curry, Chili, Vanille
Essen & Trinkkultur
Die Küche von Mauritius mischt indische, chinesische, afrikanische und französische Einflüsse. Zu den bekanntesten Gerichten gehört Dholl Puri, ein dünner Fladen, gefüllt mit gemahlenen gelben Spalterbsen und serviert mit Curry und Chutney. Dazu passt ein frischer, trockener Saftrum, weil seine grüne Note die Würze auffängt, ohne sie zu überdecken.
Gâteau piment sind kleine frittierte Bällchen aus Spalterbsen, Chili und Kräutern. Vindaye ist eingelegter Fisch mit Senfsaat, Kurkuma und Essig. Beide haben Schärfe oder Säure, und ein Saftrum ist trocken genug, um dagegen zu bestehen.
Rougaille, eine Sauce aus Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Thymian, begleitet Fisch, Würstchen oder Garnelen. Ihre Säure verträgt sich mit einem jungen weißen Rum, während ein im Fass gereifter Rum eher zu geschmorten Fleischgerichten mit dunklerer Sauce passt.
Süßes gehört zum Vanille-Ansatz. Gâteau patate ist ein Gebäck aus Süßkartoffel und Kokos, und die Vanille aus dem Rum nimmt dessen Süße auf, ohne ihn zu erschlagen. Wo ein Rhum arrangé auf den Tisch kommt, steht er meist am Ende der Mahlzeit. Vanille gehört auf Mauritius auch in die Küche; das Gut Saint Aubin baut sie zwischen seinen Rohrfeldern an und verwendet sie für den Rum-Ansatz. Wer süße Gerichte mag, findet dort den Übergang vom Essen zum Glas.
Die Rhumerie de Chamarel gehört zu den Zielen der Ausflüge im Südwesten, die auch die Siebenfarbige Erde und den Wasserfall besuchen. Für Drinks eignet sich ein Saftrum mit Limettensaft, etwas Rohrsaft und Minze, ähnlich einem Caipirinha. Zu Hause lohnt dazu ein Blick in die Grundregeln des Cocktailbaus.