
Meer und Sommerfest
Essen & Anlass
Zu tasmanischem Schaumwein passt, was die Insel aus dem Meer holt. Austern gehören dazu, ebenso Jakobsmuscheln, in Tasmanien auch als Pastete bekannt, und Ocean Trout, eine Forelle aus Meerwasserzuchten, die ähnlich wie Lachs schmeckt. Die Säure schneidet durch das Salz und das Fett, und die feine Perlage reinigt den Gaumen zwischen den Bissen.
Auch Käse funktioniert. Weichkäse mit weißer Rinde, etwa ein cremiger Brie, mildert die Säure. Wer es kräftiger mag, nimmt frittierte Meeresfrüchte oder geräucherten Fisch, denn Kohlensäure und Säure trennen die Aromen sauber voneinander.
Eine Besonderheit ist der Kalender. Auf der Südhalbkugel fällt Weihnachten in den Sommer, und Silvester wird draußen gefeiert. Hobart ist Ziel des Sydney-Hobart-Segelrennens, das jedes Jahr am zweiten Weihnachtstag startet. Rund um den Jahreswechsel findet in Hobart das Fest Taste of Tasmania statt, bei dem Essen und Wein im Mittelpunkt stehen.
So wird Schaumwein auf der Insel eher zum Sommergetränk als zum Wintergetränk. Man trinkt ihn am Wasser, zu Meeresfrüchten, in der Hand eines Gastes beim Fest. Gefeiert wird oft draußen, mit Meeresfrüchten vom Markt oder vom Boot. Zu Austern passt ein Brut besonders gut, weil seine Säure der salzigen Frische des Meeres entspricht. Wer Schaumwein zum Essen sucht, findet an der Küste der Insel also kaum einen besseren Platz als den Tisch am Wasser.
Wer zu Hause nachkochen will, braucht keine seltenen Zutaten. Gute Austern, eine frische Forelle aus dem Ofen oder ein Stück reifer Weichkäse genügen. Dazu eine Flasche Brut aus Chardonnay und Pinot Noir, gut gekühlt in der Tulpe.