
Zitrus, Brioche, Spannung
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Tasmanischer Schaumwein schmeckt typischerweise nach Zitrus, grünem Apfel und weißer Frucht, getragen von einer straffen Säure. Mit der Zeit auf der Hefe kommen Brioche und geröstete Nüsse dazu. Das ist ein Stil, der näher an Champagner liegt als an einem fruchtigen Sekt vom Festland.
Vier Weine eignen sich als Beispiele. Jansz Premium Cuvée ist der Einstieg des Hauses und zeigt den Stil aus Chardonnay und Pinot Noir. Dazu gibt es einen Premium Rosé. Clover Hill steht für Schaumwein aus nur einem Betrieb, mit allen drei Champagnersorten. House of Arras zeigt mit der Reihe E.J. Carr, wie weit sich der Stil mit Zeit entwickelt. Bay of Fires macht mit der Tasmanian Cuvée Brut einen frischen, geradlinigen Einstieg.
Für das Glas gilt: Eine Tulpe oder ein Weißweinglas ist besser als die flache Schale. Die enge Öffnung hält die Aromen zusammen, und die Perlen steigen länger auf. Die Schale lässt Duft und Kohlensäure schnell entweichen.
Zur Temperatur: Gut gekühlt zwischen sechs und acht Grad schmeckt der Wein am besten. Zu kalt, und er verschließt sich, zu warm, und die Kohlensäure wirkt grob. Vor dem Servieren hilft ein Eiskübel mit viel Wasser, die Flasche etwa eine halbe Stunde darin zu lassen, statt sie ins Gefrierfach zu legen.
Das Öffnen geht am besten ruhig. Den Draht lockern, die Flasche schräg halten, den Korken festhalten und die Flasche drehen, nicht den Korken. Es soll leise zischen, nicht knallen. So bleibt der Schaum im Glas, und der Wein verliert keine Perlen.