
Wild und Käse
Essen & Anlass
Gutes Essen beginnt an der Montagne im Wald, denn die Wälder liefern Wild, und genau dazu passt ein Pinot-noir-Champagner. Wildschwein, Reh oder Fasan haben Würze und Kraft, die ein Blanc de Noirs mit seiner Frucht und Struktur aufgreift, ohne dass die Säure unter dem Fleisch verschwindet. Geflügel wie Perlhuhn oder Entenbrust verträgt außerdem einen Rosé de saignée, dessen kräftigere Frucht deftigere Aromen trägt.
Zur Region gehört außerdem die Potée champenoise, ein Eintopf aus Fleisch, Wurst und Gemüse, der in der Champagne seit Langem auf den Tisch kommt. Wegen seiner herzhaften Schwere braucht er einen Wein mit Körper und Säure, und ein Brut mit Pinot-Anteil leistet das.
Auf dem Käsebrett stehen Langres und Chaource, beide Käse aus der Champagne, der eine mit kräftiger orangefarbener Rinde, der andere mit weichem, weißem Pelz. Zu beiden schmeckt ein Brut mit etwas Reife besonders gut. Ihre cremige, leicht salzige Rinde mag die feine Perlage, besonders bei einem Brut oder Extra Brut.
Auch der Ratafia champenois gehört in die Gegend: ein Likörwein aus Traubenmost und Branntwein, der kühl zum Aperitif oder Dessert gereicht wird. Er zeigt, wie die Winzer an der Montagne ihre Trauben auch jenseits des Schaumweins nutzen.
An Anlässen fehlt es nicht. Am 22. Januar, dem Tag des Winzerpatrons Vinzenz, feiern viele Dörfer der Champagne ein Fest. Wer im Herbst über die Route touristique du Champagne fährt, kommt an den Dörfern vorbei, die sonst nur auf den Etiketten stehen, und kann am Phare de Verzenay Halt machen.