
Knödel und Forelle
Essen & Anlass
Was isst man zu Trentodoc? Vor allem das, was in den Tälern ohnehin auf den Tisch kommt. Die klaren Aromen und die Säure passen zu Fett und Salz, also zu dem, was die Küche der Berge prägt, und die Perlage nimmt Schwere vom Gaumen.
Canederli sind der Klassiker: Knödel aus altem Brot, Milch, Ei und Petersilie, mit Speck oder Wurst, die als Suppe oder mit zerlassener Butter serviert werden. Die Säure schneidet durch das Fett, und die Hefenoten spiegeln die Brotkruste. Verwandt sind Strangolapreti, Knödel aus Brot und Spinat, die mit Butter und Salbei serviert werden.
Aus den Bergbächen und Teichen der Provinz kommt die Forelle, gebraten oder geräuchert. Ihr zartes Fleisch verträgt einen Brut mit wenig Dosage, und eine Riserva mit Nussnote passt gut zu geräuchertem Fisch. Frisch gepresster Zitronensaft und die Zitrusnoten im Glas greifen ineinander.
Salziger geht es mit Carne salada zu, dem gepökelten und dünn aufgeschnittenen Rindfleisch, das roh oder kurz gebraten gegessen wird, dazu oft Bohnen. Der Wein bringt Frische gegen das Salz. Zu Käse wie dem Trentingrana, einem Hartkäse nach Art des Parmesans, harmoniert die Hefenote mit der Würze.
Süß endet die Tafel mit Apfelstrudel, denn das Nonstal zählt zu den großen Apfelgebieten Italiens. Zu Süßem wirkt ein Brut schnell sauer, besser passt eine Stufe mit mehr Zucker wie Extra Dry oder ein Rosé.
Gefeiert wird mit Trentodoc zu Hochzeiten, an Weihnachten und beim Aperitif in Trient. Im Herbst findet in Trient das Trentodoc Festival statt, 2025 in vierter Auflage, mit Verkostungen und Veranstaltungen in Straßen und auf Plätzen. Wer zu Hause plant, kann einen jungen Brut zum Aperitif reichen und die Riserva für das Hauptgericht aufheben, weil sie dem Essen mehr entgegensetzt.