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Verkosten in der Region Trento & Trentodoc

Frisch und straff

Verkosten

Wie schmeckt Trentodoc? Typisch ist ein frischer, straffer Stil mit Zitrus, grünem Apfel und weißen Blüten, darunter Brioche und Mandel, getragen von einer klaren, bergigen Säure. Die Perlage ist fein, die Süße meist zurückhaltend. Im Vergleich zu Prosecco ist er meist trockener und hefiger.

Drei Namen zeigen den Stil des Gebiets, ohne eine Empfehlung zu sein. Ferrari steht für einen geradlinigen, von Chardonnay geprägten Stil. Altemasi, die Linie der Genossenschaft Cavit, gilt mit der Graal Riserva als Aushängeschild, die Trauben wachsen nach Angaben des Hauses teils bis auf 800 Meter Höhe. Rotari, die Marke der Kellerei Mezzacorona, bietet eine breite Palette.

Als Glas passt eine Tulpe oder ein schlankes Weißweinglas besser als die breite Schale. Die Tulpe lässt die Perlen länger steigen, bündelt das Aroma an der Öffnung und erlaubt, an Brioche und Zitrus zu riechen, bevor man trinkt. Schalen lassen Kohlensäure und Duft schnell entweichen.

Beim Verkosten hilft ein Blick auf die Farbe: Junge Brut sind hell strohgelb mit grünlichen Reflexen, Riserva wirken goldener. Die Perlen sollten als feine, ausdauernde Kette aufsteigen, und der Nachhall wird mit längerem Hefelager meist länger.

Die Temperatur liegt bei etwa 6 bis 8 Grad für einen jungen Brut, eine Riserva darf ein, zwei Grad wärmer sein, damit Brot und Nuss zur Geltung kommen. Zu kalt unterdrückt die Aromen, zu warm macht die Kohlensäure grob. Gekühlt wird mehrere Stunden im Kühlschrank, nicht im Gefrierfach.

Beim Öffnen gilt: langsam. Zuerst die Folie ab, den Drahtkorb lösen, aber den Korken mit einer Hand festhalten, die Flasche schräg halten und nicht den Korken, sondern die Flasche drehen. Ein leises Zischen statt eines Knalls bewahrt Wein und Kohlensäure und verhindert, dass der Korken irgendwohin fliegt.

Dazu im Lexikon

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