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Ratgeber · 2 Minuten Lesezeit

Was ist Wermut? Dry, Bianco und Rosso verstehen

Wermut verstehen: Dry, Bianco und Rosso unterscheiden, passend zum Cocktail auswählen und geöffnete Flaschen richtig aufbewahren.

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Die kurze Antwort

Wermut ist Wein, der mit Kräutern aromatisiert und mit Alkohol verstärkt wurde. Dry, Bianco und Rosso sind drei Stile. Eine offene Flasche gehört in den Kühlschrank, nicht in die Hausbar.

Was ist Wermut? Dry, Bianco und Rosso verstehen — Motiv zum Thema Spirituosen & Bar

Wermut ist Wein, keine Spirituose

Die Grundlage ist Wein. Dazu kommen Kräuter und Gewürze, meist Zucker und etwas Alkohol. Wie viel wovon, ist von Marke zu Marke sehr verschieden — und die Rezeptur prägt einen Cocktail oft genauso stark wie der Gin oder der Whiskey darin.

Der Name kommt von der Pflanze Wermut (Artemisia). Sie wird traditionell zum Aromatisieren benutzt und bringt die typische Bitternote mit.

Aus „Wein“ folgt die wichtigste Regel im Umgang damit: Mit 15 bis 18 Prozent Alkohol verhält sich eine offene Flasche wie Wein und nicht wie Gin. Wer sie monatelang stehen lässt, mixt irgendwann mit oxidiertem Wermut. Das ist der häufigste Grund für einen enttäuschenden Martini.

Dry, Bianco und Rosso

Dry ist trocken und steckt meist im Martini. Bianco ist hell und süßer. Rosso ist rotbraun und würzig-süß. Das sind Richtungen für den Einkauf und keine genauen Geschmacksbeschreibungen: Ein heller Wermut ist nicht automatisch trocken. Was tatsächlich drin ist, steht auf der Flasche.

Spirituosen & Bar: Dry, Bianco und Rosso

Welcher Wermut passt in welchen Drink?

In Negroni und Manhattan kommt süßer roter Wermut. In den Dry Martini kommt trockener. Vertauschst du die beiden, änderst du Süße und Kräuternote deutlich. Kauf also für das Rezept, das du vorhast — und probier den Wermut einmal pur in kleiner Menge. Dann weißt du, was er im Drink tut.

Das Mischungsverhältnis hat sich über die Jahre stark verschoben. Frühe Martini-Rezepte nannten oft gleiche Teile Gin und Wermut; heute sind fünf oder sechs Teile Gin auf einen Teil Wermut üblich. Wer seinen Martini zu scharf findet, hat damit einen einfachen Hebel: mehr Wermut, nicht weniger.

Nach dem Öffnen: Kühlschrank, nicht Hausbar

Flasche zu, ab in den Kühlschrank, Öffnungsdatum draufschreiben. Was der Hersteller empfiehlt, gilt zusätzlich — eine Zahl für alle Wermuts gibt es nicht. Und abgestandenen Wermut bekommst du mit mehr Gin nicht wieder frisch.

Als Anhaltspunkt: Im Kühlschrank bleibt ein geöffneter Wermut etwa einen Monat gut, danach flacht er merklich ab. Wer selten mixt, fährt mit kleinen Flaschen besser als mit der günstigeren Literflasche.

Damit gemixt

Rezepte, in denen das vorkommt.

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