Malz & Torf in der Region Niederländischer Whisky

Sand statt Moorland

Malz & Torf

Der Name Millstone ist eine Verbeugung, kein Herstellungsschritt von heute. Er erinnert an die Mühlen, die in den Niederlanden jahrhundertelang das Malz für Genever und Bier mahlten, bevor Motoren die Steine ersetzten – ein Stück Landesgeschichte, in einen Markennamen gepresst.

Anders als auf Islay gibt es rund um Baarle-Nassau keine Torfmoore, aus denen man Brennmaterial für die Darre stechen könnte. Wer in den Niederlanden Torf braucht, muss ihn holen, oder das Malz kommt bereits fertig geräuchert von einer Mälzerei. Millstone führt neben ungeräucherten Abfüllungen auch getorfte im Programm, mit deutlich rauchigerem Profil als der Rest der Reihe.

Der Boden, auf dem das Getreide für Millstone wächst, erzählt eine andere Geschichte als Torf. Unter der Ackerkrume liegt in weiten Teilen von Noord-Brabant heller Flugsand, während der letzten Eiszeit vom Wind aufgeweht und liegen geblieben – Fachleute nennen ihn Dekzand. Er lässt Wasser schnell durch, Staunässe kennt die Gerste hier kaum.

Tiefer, unter diesem Sand, beginnt das Grundwasser, aus dem Brennereien in der Region schöpfen. Kein Moor, kein Torf, aber ein Boden, der genauso mitbestimmt, was am Ende im Glas landet, nur eben leiser als auf Islay.

Wer einen ungetorften Millstone neben einen getorften stellt, schmeckt den Unterschied binnen Sekunden: Der eine bleibt beim Korn, der andere kippt Richtung Lagerfeuer. Beide entstehen aus demselben Haus, nur das Malz kam von unterschiedlich weit her.

Grab dich durchSchicht antippen

Humusreicher Sandboden, in dem Gerste und Roggen wurzeln.

Die Wurzel: Hier zieht das Korn seine Nährstoffe, das prägt Fülle und Süße im Malz.

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft

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