
Asado und Bodegón
Essen & Bierkultur
Zum Wochenende gehört in Buenos Aires der Asado, das Grillen von Rindfleisch über Holzkohle auf der Parrilla. Rippen, Chorizo und Blutwurst garen langsam, bis das Fett kross ist. Ein kaltes Lager passt dazu, weil es Fett und Rauch abspült, ohne mit dem Fleisch zu konkurrieren.
Auf der Straße gibt es den Choripán, eine gegrillte Wurst im Brötchen mit Chimichurri, dazu oft ein Chopp. Als Vorspeise kommt die Provoleta auf den Rost, ein Scheibenkäse, der weich wird und Fäden zieht. Und zur Picada gehören Käse, Wurst und Oliven auf einem Brett.
Eine Besonderheit der Hauptstadt ist die Pizza mit Zwiebeln, Fugazzeta genannt, die man gern mit Fainá isst, einem Fladen aus Kichererbsenmehl. Auch die Milanesa, das panierte Schnitzel, gehört zu den Klassikern. Das alles passt zu einem kühlen Lager, ein Pale Ale kommt gut zu den kräftigeren Gerichten.
Die klassischen Wirtshäuser heißen Bodegón. Dort geht es laut zu, die Teller sind groß und das Bier kommt schnell. Oft steht eine Literflasche auf dem Tisch, die reihum in kleine Gläser gegossen wird, damit das Bier kalt bleibt, bis die Flasche leer ist.
Am 20. Juli feiern die Argentinier den Día del Amigo, den Tag der Freunde. Man trifft sich in der Bar, im Park oder beim Asado. Zu Hause gilt Bier eher als Begleitung zum Gespräch als zum Rausch, und in Palermo reicht der Abend dann oft in die Nacht hinein.