
Hügel und Murray
Wasser & Boden
Woher kommt das Wasser für Adelaides Bier? Die Stadt liegt zwischen dem Golf St Vincent und den Mount Lofty Ranges, und ihr Trinkwasser stammt aus Stauseen in diesen Hügeln und, je nach Jahr in sehr unterschiedlichem Maß, aus dem River Murray. In trockenen Jahren wird Wasser im ganzen Bundesstaat knapp, und auch Brauereien müssen damit haushalten.
Das Klima ist mediterran. Die Winter bleiben mild und feucht, die Sommer sind heiß und trocken, und Temperaturen über 35 Grad sind keine Seltenheit. Das erklärt, warum das Bier hier eiskalt getrunken wird und warum ein kleines Glas, das nicht warm wird, mehr Sinn hat als ein großes.
Brauer holen aus dem Leitungswasser nur das, was ins Rezept passt, und stellen Mineralien und Säure nach Bedarf ein. Ein Pale Ale und ein Stout brauchen unterschiedliche Wasserwerte, denn dunkles, geröstetes Malz bringt eigene Säure mit, helles Malz braucht ein wenig Hilfe. Das ist in Adelaide nicht anders als in Burton oder Pilsen.
Der Boden um die Stadt arbeitet vor allem für den Wein. In den Adelaide Hills, im Barossa Valley und im Clare Valley wachsen die Reben, auf den Ebenen nördlich und westlich der Hügel das Getreide. Was als Gerste im Bier landet, wächst in South Australia auf den Feldern des Landesinneren, nicht im Weinland.
Die Flaschengärung braucht Wärme. Die Hefe in der Flasche arbeitet bei Zimmertemperatur, um dem Bier seine Kohlensäure zu geben, und ruht danach im Kühlen. Ein heißer Sommertag im Auto lässt sie wieder aufwachen, deshalb gehört die Flasche nach dem Einkauf zügig in den Kühlschrank.