
Gerste im Norden
Malz & Getreide
Gerste ist die Grundlage jedes Lagers und jedes Pale Ales, und Tasmanien baut sie selbst an. Die Äcker liegen vor allem im Norden und in den Midlands, der Hochebene zwischen Hobart und Launceston. Cascade gibt an, tasmanische Gerste und tasmanischen Hopfen zu verwenden. Das ist eine Herstellerangabe, die sich nicht von außen prüfen lässt.
Aus Gerste wird erst durch das Mälzen Malz. Die Körner werden angefeuchtet, bis sie keimen, und dann auf der Darre getrocknet. Die Darre ist ein beheizter Trockenraum, und seine Temperatur entscheidet über die Farbe. Helles Malz wird sanft getrocknet, dunkles Malz heißer und länger.
Auch Boag's hatte eine eigene Mälzerei. Unter James Boag II, der 1887 die Leitung vom Vater übernahm, wurde in Launceston ein neues Malzhaus gebaut. Für den Geschmack zählen am Ende die Gerstensorte und die Art der Darre.
Helle Lagerbiere wie das Premium Lager aus Hobart und Launceston brauchen vor allem helles Malz. Es liefert den Zucker für die Gärung und einen Geschmack nach Brot und Keks. In Australien kam bei Lagerbieren lange auch Rohrzucker ins Rezept, um das Bier leichter und trockener zu machen.
Ein Pale Ale wie das Cascade Pale Ale setzt auf etwas dunkleres Malz. Der Wert dafür heißt EBC, eine Farbskala, bei der kleine Zahlen helles und große Zahlen dunkles Bier bedeuten. Ein Stout nimmt zusätzlich geröstetes Malz, das Kaffee- und Kakaoaromen bringt. Dunkle Röstmalze machen nur einen kleinen Teil der Schüttung aus.