
Wild, Schinken, Estaminet
Essen & Bierkultur
In den Ardennen kommt auf den Tisch, was der Wald hergibt: Wildschwein und Hirsch, Pasteten, geräucherter Schinken. Der Jambon d'Ardenne wird gepökelt und im Rauch gereift und gilt als Aushängeschild der Gegend. Ein Dark Strong Ale mit Röst- und Trockenfruchtnoten steht dazu gut, weil seine Süße den Rauch und das kräftige Wildfleisch abfängt.
Auch Fisch gehört dazu. Escavèche, in Essig eingelegte gebratene Fische, kennt man in den Ardennen von Houffalize bis La Roche. Der Essig verlangt ein Bier mit Kohlensäure und Würze, und ein Tripel wie La Chouffe liefert beides. In Dinant isst man zum Bier gern ein Stück Couque de Dinant, ein hartes, honigsüßes Gebäck.
Getrunken wird in Estaminets, den einfachen belgischen Wirtshäusern mit langer Bierkarte, und in den Brauereien selbst. In Achouffe kann man das Dorf besuchen, in dem die Kobolde zum Markenzeichen wurden. Rochefort lässt sich vor allem über sein Bier erleben, denn die Abtei bleibt Kloster. Wer die Landschaft sehen will, fährt durch die Famenne und trinkt das Bier in einem der Cafés im Ort.
Ein Fest, bei dem Bier und Heimat zusammenkommen, sind die Fêtes de Wallonie im September in Namur. Üblich ist das Bier in kleinen Mengen, im Kelch und zum Essen. Die Flaschen von La Chouffe gibt es nach Angaben der Brauerei in 33 Zentiliter und in der traditionellen 75-Zentiliter-Größe, die man zu mehreren am Tisch teilt.