
Lambic, Gueuze, Kriek
Bierstile
Was ist der Unterschied zwischen Lambic, Gueuze und Kriek? Lambic ist das junge oder alte Fassbier, meist ohne Kohlensäure, trüb, säuerlich und trocken. Gueuze ist ein Verschnitt aus Lambics verschiedenen Alters, der in der Flasche nachgärt und deshalb perlt. Kriek ist Lambic, in dem Sauerkirschen gelegen haben.
Bei Kriek liegt die Frucht oft monatelang im Fass; die Hefen vergären ihren Zucker, und zurück bleiben Farbe, Säure und ein herber Mandelton aus den Kernen. Das ist etwas anderes als gesüßter Fruchtsaft im Bier, auch wenn manche Hersteller in der Gegend, etwa Lindemans oder Timmermans, ebenfalls gesüßte Fruchtbiere anbieten.
Faro ist die historische Variante: ein junges Lambic, das man traditionell gesüßt trank. Heute spielt er neben Gueuze und Kriek nur eine kleine Rolle. Als Name ist Faro, wie Lambic, Gueuze und Kriek, seit dem 4. Januar 2023 nicht mehr EU-geschützt.
Wie stark ist Gueuze? Nach BJCP liegt er bei 5 bis 8 Prozent Alkohol und 10 bis 13,3 Grad Plato, bei kaum spürbarer Bittere. Das Aroma reicht von Zitrone und Apfel bis zu Heu und Holz. Das Brüsseler Haus Cantillon gehört zur Hauptstadt und hat dort seine eigene Station.
Was ist „Oude Geuze“? So darf sich ein Gueuze nennen, der die Bedingungen des europäischen Verfahrensschutzes erfüllt. Ein Ort ist damit nicht verbunden: Die Bezeichnung sagt, wie das Bier gemacht ist, nicht, wo. Dasselbe gilt für „Oude Kriek“.
LambicSpontangärung
- Stammwürze
- 10–13,3 °P
- Alkohol
- 5–6,5 % vol
- Bittere
- 0–10 IBU
- Farbe
- 6–12 EBC
Trüb, säuerlich, trocken; Heu, Zitrone, Holz; kaum Bittere.