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Bierstile in der Region Valdivia & Seengebiet

Lager am Rio

Bierstile

Das Leitbier in Chile ist das helle Lager. Es entspricht dem Stil, den das Regelwerk des Bier-Wettbewerbs BJCP „Internationales helles Lager“ nennt: goldgelb, leicht, wenig Bittere, gut kühl zu trinken. Ein deutsches Helles oder Pils liegt nah dran, doch das chilenische Lager schmeckt oft milder.

Der Unterschied zum Pils zeigt sich in der Bittere. Ein deutsches Pils nach BJCP erreicht 22 bis 40 IBU, das internationale helle Lager 18 bis 25. Dafür bringt es oft mehr Körper mit als ein leichtes amerikanisches Lager, weil das Malz stärker im Vordergrund steht.

Neben den großen Marken, zu denen Kunstmann gehört, hat sich in Los Ríos und im Seengebiet eine Craft-Szene gebildet. Sie braut Pale Ale, Stout, Weißbier und mehr. Nicht jede Sorte folgt dabei einem deutschen Vorbild, wohl aber die Sorgfalt, die man den ersten Einwanderern nachsagt.

Ein Wort aus dem Alltag gehört dazu. In Chile bestellt man ein frisch gezapftes Bier als „Schop“, ein Lehnwort vom deutschen „Schoppen“. Das Wort erinnert daran, wie sehr die deutschen Brauer die Trinkkultur im Süden geprägt haben.

Die Werte im Steckbrief sind Wettbewerbskorridore, keine Rezeptpflicht. Das Bier einer einzelnen Brauerei kann außerhalb liegen, und die Angaben zu Stammwürze und Alkohol stehen auf dem Etikett.

Stammwürze nennt man den Zuckergehalt der Würze vor der Gärung, gemessen in Grad Plato. Je mehr Zucker die Hefe findet, desto mehr Alkohol kann entstehen. Beim hellen Lager liegt dieser Wert meist zwischen zehn und zwölf Grad.

Der SteckbriefWerte ablesen

Internationales helles Lageruntergärig

Stammwürze
10,5–12,4 °P
Alkohol
4,5–6 % vol
Bittere
18–25 IBU
Farbe
4–12 EBC

Goldgelb, schlank, milde Bittere, sauber und gut gekühlt zu trinken.

Dazu im Lexikon

Pils und HellesLager und Ale im Vergleich
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft