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Malz & Getreide in der Region Harbin & der Nordosten

Gerste und Beigaben

Malz & Getreide

Woher kommt die Gerste für chinesisches Bier? Zu einem großen Teil aus dem Ausland. China gilt als größter Importeur von Rohstoffen fürs Brauen, und bei der Gerste war Australien lange der wichtigste Lieferant: Vor 2019 kamen über 70 Prozent der eingeführten Gerste von dort. Heute teilen sich Australien und Kanada den Markt, für das Finanzjahr 2025/26 nennt die Branche 67 Prozent für Australien und den Rest für Kanada.

Im Land selbst wächst Braugerste vor allem in Xinjiang, Gansu und der Inneren Mongolei, im Frühjahr ausgesät und im Sommer geerntet. Die Nachfrage der Brauer ist größer als die heimische Ernte. Deshalb suchen Konzerne die Zusammenarbeit mit Landwirtschaftsbetrieben, um eigene Sorten zu züchten und anzubauen.

Aus der Gerste wird Malz, indem man die Körner anfeuchtet, bis sie keimen, und dann trocknet und darrt. Das Darren, also das Trocknen mit heißer Luft, bestimmt die Farbe: Für helle Lager bleibt das Malz blass und schmeckt nach Brot und Keks. Für diese Region ist das der Normalfall, Röstaromen gehören nicht dazu.

Neben Gerstenmalz sind in China bei Lagerbieren Beigaben wie Reis oder Mais verbreitet. Sie machen das Bier leichter und trockener und halten die Farbe hell. Das BJCP, der amerikanische Leitfaden für Bierstile, beschreibt solche internationalen hellen Lager ausdrücklich mit leichtem Körper und zurückhaltender Malznote.

Wer ein Harbin Beer oder ein Snow trinkt, schmeckt deshalb kein kräftiges Getreide, sondern einen glatten, milden Malzton. Das ist keine Schwäche, sondern genau das, was dieser Stil verlangt: ein Bier, das bei Hitze und Kälte, zum Essen und zum Feierabend funktioniert.

Dazu im Lexikon

Malz und Hopfen: RohstoffeBier verstehen: Grundlagen
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