
Helles Lagerbier
Bierstile
Das Tsingtao-Bier ist ein helles Lagerbier. Nach internationalem Maßstab gehört es in die Gruppe der International Pale Lager, in der auch das mexikanische und das japanische Lagerbier stehen. Gemeint ist ein goldgelbes, untergäriges Bier mit wenig Hopfen und einem leichten, glatten Körper.
Der Unterschied zum Pils liegt in der Bittere. Ein deutsches oder böhmisches Pils kommt oft auf 30 bis 45 Bittereinheiten und trinkt sich herb, ein Lager dieser Gruppe hat nach den internationalen Richtwerten nur 18 bis 25 und schmeckt weicher. Zum Helles aus München, das ganz aus Malz gebraut wird, fehlt oft der Brotkern, den Gerstenmalz allein gibt, dafür ist das Bier trockener.
Auf Chinesisch heißt Bier pijiu, ein Wort, das aus dem englischen beer und dem chinesischen jiu für Alkohol gebaut ist. Das gezapfte Frischbier wird oft zhapi genannt. Neben dem Standardbier verkauft die Brauerei unter dem Namen Tsingtao 1903 auch ein Bier, das an das Gründungsjahr erinnern soll.
Mit Craftbier hat das wenig zu tun. Wer Vielfalt im Glas sucht, findet sie bei Weizenbier, Stout oder IPA, wer Durstlöscher will, bei dieser Gruppe. Ein Stil für heiße Sommertage am Meer, an dem sich die Geister scheiden: Kenner finden ihn zu glatt, andere gerade deshalb bekömmlich. Die Werte im Steckbrief stammen aus dem internationalen Stilleitfaden, nicht von einer Marke. Wer das Tsingtao Brewery Museum in Qingdao besucht, findet dort die Geschichte der Brauerei. Das Tsingtao-Standardbier selbst hat nach den Angaben von Händlern 4,7 Prozent Alkohol und liegt damit innerhalb dieser Spanne.
Internationales helles Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Goldgelb, sehr klar, leichter Körper, milde Bittere, glatter und trockener Abgang.