
Nur Aromahopfen
Hopfen
Im Fünfseenland wächst kein Hopfen, er kommt von der Hallertau nördlich von Freising. Nach Angaben des Klosters verwendet die Brauerei ausschließlich Aromahopfen aus diesem Gebiet. Bitterhopfen, der vor allem für Schärfe sorgt, setzt Andechs nach eigener Aussage nicht ein.
Die Hallertau ist das größte zusammenhängende Hopfengebiet der Welt, mit rund 17.129 Hektar etwa 83 Prozent der deutschen Anbaufläche (Zahlen laut Branchenportal, nicht einzeln geprüft). Hopfen aus der Hallertau trägt zudem eine geschützte Herkunftsangabe, eingetragen 2010.
Warum nur Aroma? Hopfen hat zwei Aufgaben. Die Alphasäuren geben Bittere, die ätherischen Öle geben Duft: Kräuter, Gras, Blüten, manchmal Gewürz. Aromasorten haben davon viel und bringen wenig Bittere mit, sie passen darum zu einem malzigen Bier, das nicht kratzen soll.
Hallertauer Mittelfrüh, Tradition oder Perle zählen zu den typischen Aromasorten der Gegend. Welche davon Andechs genau in welchem Sud nimmt, gibt die Brauerei hier nicht an, deshalb legen wir uns nicht fest.
Im Glas zeigt sich der Hopfen beim Doppelbock Dunkel eher leise. Die Süße des Malzes steht vorn, der Hopfen räumt hinten auf und hält das Bier trocken genug, damit man beim zweiten Schluck nicht müde wird. Beim Bergbock Hell ist er etwas deutlicher zu erkennen. Das liegt auch an der Menge: Hopfen wird bei starken Bieren nicht im gleichen Maß mehr, wie der Malzkörper wächst, und so bleibt er im Hintergrund, auch wenn er sorgfältig ausgewählt ist.