
Hallertau-Bittere
Hopfen
In Bremen wächst kein Hopfen im Feld, er reist an. Nach Angaben von Beck's stammt der Hopfen der Marke aus der bayerischen Hallertau, die als größtes zusammenhängendes Hopfengebiet der Welt gilt. Zu Beginn des Brauens hat er also schon eine lange Fahrt hinter sich.
Hopfen macht Bier haltbar und bitter. Seine Harze, die Alphasäuren, geben die Bittere, die man in Bittereinheiten, kurz IBU, misst. Ein deutsches Pils liegt nach der Stilnorm zwischen 22 und 40 IBU und schmeckt damit deutlich herber als ein Helles mit 16 bis 22.
Dieser Unterschied ist der Kern des Bremer Pils. Wer aus Bremen im Glas einen sauberen, trockenen Schluss mit feinem Nachhall schmeckt, trinkt die Bittere des Hopfens, die am Ende nicht im Mund kleben bleibt. Das Aroma, die Blüte nach Kräutern, Heu oder Blumen, bleibt dabei zurückhaltend.
Für beides werden Hopfen meist getrennt eingesetzt: ein Bitterhopfen früh im Sud, ein Aromahopfen spät. Je länger der Hopfen kocht, desto mehr Bittere gibt er ab und desto weniger Duft. Welche Sorten die Bremer Brauereien genau nehmen, nennen sie nicht im Einzelnen, die Herkunft Hallertau gilt als Herkunftsangabe der Marke.
Frischer Hopfen riecht kräftiger als alter. Deshalb wird er nach der Ernte meist zu Pellets gepresst oder zu Extrakt verarbeitet und kühl, luftdicht gelagert, bevor Haake-Beck oder Beck's ihn verbrauchen. Über die Weser und die Straße kamen die Rohstoffe herein, und das fertige Bier ging wieder hinaus.