
Fränkische Braugerste
Malz & Getreide
Aus welchem Getreide ist das Landbier im Itzgrund gebraut? Aus Gerstenmalz, wie überall, wo nach bayerischem Recht gebraut wird. Die Brauerei Schleicher gibt an, ausschließlich regionale Rohstoffe zu verwenden, und verzichtet nach eigenen Angaben auf technische Enzyme.
Malz entsteht, wenn Gerste zum Keimen gebracht und danach in der Darre getrocknet wird, einem beheizten Ofen. Wie heiß und wie lange man darrt, bestimmt die Farbe. Helles Malz gibt ein strohgelbes Bier, dunkleres Malz bringt Brot- und Karamellnoten. Die Coburger Landbiere bewegen sich meist im hellen bis goldgelben Bereich.
Eine Besonderheit führt Schleicher im Programm, das Lorenz' Meistersud, nach Angaben des Hauses ein traditionelles Rauchbier. Dafür wird Malz über Holzfeuer getrocknet, sodass es nach Rauch schmeckt. Das ist die Technik, für die man sonst Bamberg kennt, und sie zeigt, dass Franken in dieser Hinsicht zusammengehört.
Welche Mälzerei jede Brauerei beliefert, ist Betriebssache und wird nicht einheitlich veröffentlicht. Sicher ist nur: Das fränkische Gebiet hat eine lange Mälzertradition, und viele kleinere Brauereien beziehen Malz aus der Umgebung statt von weit her, was dem Wunsch nach kurzen Wegen entspricht.
Wer Landbier, Vollbier und Pils nebeneinander trinkt, schmeckt den Unterschied zuerst am Malz und erst danach am Hopfen. Das Landbier ist meist runder und malziger, das Pils schlanker. Ob eine Brauerei Malz aus der Nähe nimmt, lässt sich oft direkt im Gespräch am Tresen erfahren, und viele Wirte erzählen es gern.