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Hopfen in der Region Dresden & Elbtal

Elbe-Saale-Bittere

Hopfen

Wo wächst der Hopfen für Pils aus Sachsen? Ein Teil kommt aus dem Anbaugebiet Elbe-Saale, dem zweitgrößten Deutschlands nach der Hallertau. Es verteilt sich auf Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, und Hopfen wird hier seit dem Mittelalter angebaut, nach regionalen Angaben schon seit dem 11. Jahrhundert.

Heute bauen dort rund dreißig Betriebe Hopfen an, die Ernte 2025 lag bei etwa 2.500 Tonnen. Die Fläche beträgt gut tausend Hektar, Zahlen aus verschiedenen Quellen weichen ab, deshalb schreiben wir keinen genauen Wert. Zum Vergleich: In der Hallertau steht Hopfen auf über 17.000 Hektar.

Seit 2014 ist der Name Elbe-Saale Hopfen als g.g.A. geschützt, also als geschützte geografische Angabe. Er darf nur für Hopfen stehen, der in diesem Gebiet wächst. Mit Magnum und Herkules wachsen dort vor allem Sorten für die Bittere.

Bittere sagt man dem Pils nach, und sie kommt von den Alphasäuren in den Dolden. Beim Würzekochen wandeln sie sich um und geben dem Bier den herben Biss. Aromahopfen kommt später in den Kessel und bringt Duft statt Schärfe, etwa Blüten oder Kräuter.

Die ersten Radeberger Sude hatten ihren Hopfen aus Böhmen, nach Angaben der Brauerei zusammen mit dem Malz. Welche Sorten die Brauereien der Region heute kaufen, ist ihre Sache. Wichtig fürs Pils ist das Verhältnis: viel Bittere, wenig Süße, ein langer, trockener Abgang.

Wer die Bittere messen will, schaut auf die Bittereinheiten, kurz IBU. Beim deutschen Pils reichen sie nach den Wettbewerbsrichtlinien ungefähr von 22 bis 40, ein Wert, der dem Gaumen deutlich auffällt und doch nicht erschlägt.

Dazu im Lexikon

Malz und HopfenPils und Helles im Vergleich
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